Die Inflationsrate in Deutschland ist im Juni weiter auf einem niedrigen Stand geblieben. Laut dem Statistischen Bundesamt stieg der Verbraucherpreisindex auf Jahressicht um 0,1 Prozent.
Lebenshaltungskosten bleiben stabil
Den Statistikern zufolge ist die niedrige Inflationsrate nach wie vor durch besonders starke Preisschwankungen bei Mineralölprodukten geprägt. Obwohl der Preisverfall seit einigen Monaten gestoppt worden sei und im Juni deutliche Preisanstiege gegenüber dem Vormonat ermittelt worden seien, lägen die Preise für Mineralölerzeugnisse immer noch weit unterhalb der Rekordniveaus aus dem Vorjahr.
Aktuelle Preisanstiege bei Nahrungsmitteln und bei Tabakwaren hätten einen weiteren Rückgang der Gesamtteuerung verhindert und erklärten im Wesentlichen die Preisstabilität gegenüber dem Vorjahresmonat.
Den Angaben zufolge verbilligte sich Energie insgesamt um 7,9 Prozent gegenüber Juni 2008. Erhebliche Preisrückgänge gegenüber dem Vorjahr hätten vor allem die Mineralölprodukte aufgewiesen. Dagegen habe bei Haushaltsenergie vor allem Strom deutlich mehr als ein Jahr zuvor gekostet. Ohne Berücksichtigung der Preisentwicklung für Energie hätte die Inflationsrate bei 1,1 Prozent gelegen, so die Statistiker.
Preise für Fisch und Fleisch sind gestiegen
Die Nahrungsmittelpreise lagen im Juni um 0,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres, obwohl sie erstmals seit Januar 2009 wieder anstiegen, wie die Behörde weiter mitteilte. Binnen Jahresfrist hätten sich weiterhin spürbare Preisrückgänge insbesondere bei Molkereiprodukten und Gemüse ergeben. Teurer seien dagegen Fisch und Fleisch geworden. Besonders auffallend sei der 20-prozentige Preisanstieg für Bienenhonig gewesen.
ddp