Der CDU-Politiker Armin Laschet fordert die aktive Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte. "Den Fachkräftemangel heute ersetzt man nicht dadurch, dass man Kinder besser ausbildet, die frühestens in 15 Jahren zur Verfügung stehen", sagte Laschet der "Wirtschaftswoche" in einem am Samstag veröffentlichten Interview. Schon in wenigen Jahren würden Deutschland fünf Millionen Arbeitskräfte fehlen.
Laschet fordert Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte
Berlin (dapd). Der CDU-Politiker Armin Laschet fordert die aktive Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte. "Den Fachkräftemangel heute ersetzt man nicht dadurch, dass man Kinder besser ausbildet, die frühestens in 15 Jahren zur Verfügung stehen", sagte Laschet der "Wirtschaftswoche" in einem am Samstag veröffentlichten Interview. Schon in wenigen Jahren würden Deutschland fünf Millionen Arbeitskräfte fehlen.
Laschet kritisierte, dass Deutschland die Chancen durch die Freizügigkeit für Arbeitskräfte in Europa nicht nutze. Der frühere Integrationsminister in Nordrhein-Westfalen verwies auf andere Länder: "Man muss sich nur anschauen, wie Briten und Franzosen in Osteuropa um Spitzenkräfte werben. Deutschland ist quasi nicht vorhanden."
Andere Staaten hätten schneller gehandelt und bereits 2004 ihre Arbeitsmärkte auch für Osteuropäer geöffnet. "Die Besten sind längst dort", sagte Laschet. In Deutschland waren erst am 1. Mai 2011 die Freizügigkeitsbeschränkungen für Arbeitnehmer aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, der Slowakei, Ungarn und Slowenien weggefallen.
Laschet leitet gemeinsam mit dem früheren Chef der SPD-Bundestagsfraktion, Peter Struck, die parteiübergreifende "Konsensgruppe Fachkräftebedarf und Zuwanderung". Sie soll im Herbst Vorschläge für eine Reform der Zuwanderungssteuerung machen.
dapd
