Lange Gesichter und enttäuschte Blicke bei der Wahlparty der Bremer FDP: Ein tiefes Seufzen erfüllt den Raum, als die erste ARD-Prognose um 18.00 Uhr bekannt wird. Die Liberalen haben danach den Wiedereinzug in die Bremischen Bürgerschaft deutlich verpasst: Sie erreichen lediglich 3,0 Prozent und scheiterten damit an der Fünf-Prozent-Hürde.
Lange Gesichter bei der Bremer FDP
Bremen (dapd). Lange Gesichter und enttäuschte Blicke bei der Wahlparty der Bremer FDP: Ein tiefes Seufzen erfüllt den Raum, als die erste ARD-Prognose um 18.00 Uhr bekannt wird. Die Liberalen haben danach den Wiedereinzug in die Bremischen Bürgerschaft deutlich verpasst: Sie erreichen lediglich 3,0 Prozent und scheiterten damit an der Fünf-Prozent-Hürde. Es die erste Wahlschlappe für die neue Führungsmannschaft unter Parteichef Philipp Rösler.
"Das Ergebnis ist deutlich, so haben wir das nicht gedacht", sagt der langjährige Liberale Sebastian Mann. Zuvor hatte er bei heißen Würstchen und Krautsalat noch zuversichtlich der Prognose entgegengefiebert. Man habe zuletzt noch viel Wahlkampf gemacht und auf der Straße eigentlich gemerkt, dass "die Leute uns positiver gegenüberstehen", sagt er. Aber das habe anscheinend "nicht gereicht".
Beifall für Spitzenkandidat Möllenstädt
Lauten Beifall gibt es trotz des schlechten Ergebnisses aber für Spitzenkandidat Oliver Möllenstädt dennoch. "Wir können unabhängig von dem Ergebnis stolz sein", verkündet der Landesvorsitzende. Man habe nicht nur gute Kandidaten für die Bürgerschaft gehabt, sondern auch gute Kandidaten in den Stadtteilen. "Es gibt noch ganz viele, die darauf hoffen können, sich zumindest auf der lokalen Ebene beteiligen zu können", sagt er.
Abseits des Trubels und fern der gelben Dekoration sucht der FDP-Bürgerschaftsabgeordnete Magnus Buhlert bereits nach den Fehlern. "Wir hätten uns gewünscht, dass der Bundesparteitag, der zuletzt einen Stimmungsumschwung gebracht hat, deutlich früher gewesen wäre" sagt er. Immer wieder seien Themen, die eindeutig Bundesthemen seien, in den Wahlkampf eingespielt worden - gerade von Rot-Grün. Am Ende bleibe die Hoffnung, dass es auch für die FDP wieder bessere Zeiten geben wird.
dapd
