Bündnis nach Landtagswahl 2013 nicht ausgeschlossen Landtags-Grüne gehen auf CSU zu

Nach der Kehrtwende der Union in der Atompolitik schließt der bayerische Grünen-Fraktionschef Martin Runge ein Bündnis mit der CSU nach der Landtagswahl 2013 nicht mehr aus. Allerdings werde sich die CSU auf vielen Feldern bewegen müssen, sagte Runge den "Nürnberger Nachrichten".

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Landtags-Grüne gehen auf CSU zu

Nürnberg (dapd-bay). Nach der Kehrtwende der Union in der Atompolitik schließt der bayerische Grünen-Fraktionschef Martin Runge ein Bündnis mit der CSU nach der Landtagswahl 2013 nicht mehr aus. Allerdings werde sich die CSU auf vielen Feldern bewegen müssen, sagte Runge den "Nürnberger Nachrichten". "Was uns massiv trennt, ist die Bildungspolitik." Im Unterschied zu den Christsozialen setzten die Grünen auf längeres gemeinsames Lernen.

Unüberwindbare Hürden wie früher sieht Runge aber nicht mehr. "Vor der Landtagswahl 2008 habe ich gesagt, mit der CSU geht es gar nicht. Denn den Saustall kann man nur gegen die CSU ausmisten, nicht mit ihr." Allerdings sei das "Filzsystem" der Partei schon ein wenig aufgebrochen, da sei eine größere Aufgeschlossenheit zu bemerken, sagte Runge der Zeitung. Allerdings wäre ihm ein Bündnis jenseits der CSU deutlich lieber, weil dies einen echten Politikwechsel bedeuten würde.

CSU-Chef Horst Seehofer hatte bereits an den Pfingstfeiertagen Koalitions-Avancen der Grünen trotz schwarz-gelber Dauerkrise in Bayern und im Bund abgeblockt: "Ich bin Mitglied einer Regierung in Berlin und München und habe überhaupt kein Anlass, über Alternativen nachzudenken", sagte Seehofer.

dapd