Die schwarz-gelbe Landesregierung hält trotz eines anders lautenden FDP-Beschlusses am Fahrplan für die Erkundung von Gorleben fest. Es müsse geklärt werden, "ob sich der Salzstock als Endlager für hochradioaktive Abfälle eignet", sagte Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) am Donnerstag im Landtag in Hannover. Erst nach weiterer Erkundung könne man eine Eignungsaussage machen.
Landesregierung setzt weiter auf Gorleben
Hannover (dapd-nrd). Die schwarz-gelbe Landesregierung hält trotz eines anders lautenden FDP-Beschlusses am Fahrplan für die Erkundung von Gorleben fest. Es müsse geklärt werden, "ob sich der Salzstock als Endlager für hochradioaktive Abfälle eignet", sagte Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) am Donnerstag im Landtag in Hannover. Erst nach weiterer Erkundung könne man eine Eignungsaussage machen. Auf Antrag der Jungen Liberalen hatte am Wochenende ein FDP-Landesparteitag eine sofortige Suche nach Alternativen zu Gorleben gefordert.
Für eine Eignungsaussage müsse "die Erkundung in Gorleben zu Ende geführt werden", bekräftigte Sander in seiner Antwort auf eine dringliche Anfrage der SPD die Position der Landesregierung. Ministerpräsident David McAllister (CDU) sagte, falls sich Gorleben nach Abschluss der Erkundung als nicht geeignet herausstelle, müsse der Bund müsse "spätestens dann" eine Erkundung alternativer Standorte einleiten.
Zusätzlich zur geplanten Erkundung von Gorleben forderten Sander und McAllister den designierten Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) auf, geeignete Endlagerstandorte in Baden-Württemberg auszuweisen. Die Wahl von Kretschmann zum Ministerpräsidenten vorausgesetzt "würde in der Tat die Glaubwürdigkeit der Grünen dadurch erhöht werden, wenn er konkrete Standorte in seinem Bundesland benennt", sagte McAllister. Grünen-Fraktionschef Stefan Wenzel verlangte von der Landesregierung, sich in Berlin für eine Suche nach Alternativstandorten in allen Bundesländern einzusetzen.
dapd
