IAB-Studie Kurzarbeit kostet Betriebe Milliarden

Die Nutzung der Kurzarbeit wird die deutschen Unternehmen im laufenden Jahr mehrere Milliarden Euro kosten.

Kurzarbeit kostet Betriebe Milliarden

Das zur Bundesagentur für Arbeit gehörende Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ermittelte in einer Studie, dass die betroffenen Betriebe für Kurzarbeit zwischen 4,2 Milliarden und 6,2 Milliarden Euro aufwenden. Denn auch, wenn für die entfallene Arbeitszeit keine Löhne gezahlt würden, verbleibe den Firmen ein Teil der Personalkosten. Diese reduzierten sich nämlich nicht im gleichen Maße wie die Arbeitszeit.

Insgesamt verblieben den Unternehmen – je nach Höhe der Sozialversicherungsbeiträge – 24 oder 35 Prozent der Personalkosten, die bei normaler Arbeitszeit angefallen wären. Zahlen die Firmen ihren Beschäftigten infolge tariflicher Vereinbarungen Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld, sind die Kosten laut IAB noch höher und können im Extremfall bei 48 Prozent der Personalkosten liegen. Diese sogenannten Remanenzkosten seien der Preis, den die Betriebe für das Halten ihrer eingearbeiteten Belegschaften zahlen, erklärten die Autoren der Studie.

Zugleich summiert sich dem IAB zufolge der Einkommensverlust bei den betroffenen Beschäftigten auf rund drei Milliarden Euro netto für 2009. Die Kosten der Kurzarbeit bei der Bundesagentur werden sich laut Studie auf voraussichtlich sechs Milliarden Euro belaufen.

Den Angaben zufolge rechnet das IAB im Jahresschnitt 2009 mit rund 1,1 Millionen Kurzarbeitern. In Anlehnung an die bisherigen Beobachtungen würden dabei im Mittel 38 Prozent der normalen Arbeitszeit ausfallen. Bei einer durchschnittlichen Jahresarbeitszeit von 1.500 Stunden je Beschäftigtem wären das rund 630 Millionen Ausfallstunden. Die "Remanenzkosten" würden in der Regel rund sieben bis zehn Euro pro Stunde betragen.

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pc/ddp