Die ostdeutschen Küstenfischer warnen vor weiteren Fangverboten in maritimen Natur- und Vogelschutzgebieten vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns.
Küstenfischer warnen vor Fangverbot in maritimen Naturschutzgebieten
Stralsund (dapd). Die ostdeutschen Küstenfischer warnen vor weiteren Fangverboten in maritimen Natur- und Vogelschutzgebieten vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Mit dem vom Bundesumweltministerium geplanten Verbot der traditionellen Schlepp- und Stellnetzfischerei in den Natura-2000-Gebieten der Ausschließlichen Wirtschaftszone stünde die Fangflotte vor dem Aus, sagte der Vorsitzende des Landesverbands der Kutter- und Küstenfischer, Norbert Kahlfuss, am Freitag auf dem Fischereitag in Stralsund.
Betroffen wären vor allem die Pommersche Bucht mit der Oderbank, der Adlergrund, der Fehmarnbelt, die Kadetrinne und die westliche Roenne-Bank, sagte Kahlfuss. Das seien Seegebiete, aus denen die einheimischen Fischer einen Großteil ihrer Fänge bezögen.
"Wenn ein solches totales Fangverbot kommen sollte, dann brauchen wir über Quotenerhöhungen und Hilfsmaßnahmen gar nicht mehr zu sprechen", kritisierte Kahlfuss. Dann würde es das Fischereigewerbe hierzulande schlicht und einfach nicht mehr geben.
Den Angaben zufolge plant das Bundesamt für Naturschutz (BfN) zum Schutz von Seevögeln, Schweinswalen, Robben, Riffen und Sandbänken eine saisonale oder ganzjährige Schließung der Stellnetzfischerei. Der Einsatz der von Forschern vorgeschlagenen alternativen Fanggeräte wie Fischfallen, Reusen oder Langleinen wird von den Fischern als nicht praktikabel abgelehnt.
dapd
