Die FDP hat Kritik an der Einigung Deutschlands mit Frankreich geübt, die privaten Gläubiger nur auf freiwilliger Basis an der Bewältigung der griechischen Schuldenkrise zu beteiligen. "Griechenland kann nur geholfen werden, wenn es tatsächlich einen harten Schuldenschnitt gibt und die Wirtschaft wettbewerbsfähig wird", sagte der FDP-Finanzpolitiker Frank Schäffler der "Frankfurter Rundschau".
Kritik am Merkels Einigung mit Sarkozy
Frankfurt/Main (dapd). Die FDP hat Kritik an der Einigung Deutschlands mit Frankreich geübt, die privaten Gläubiger nur auf freiwilliger Basis an der Bewältigung der griechischen Schuldenkrise zu beteiligen. "Griechenland kann nur geholfen werden, wenn es tatsächlich einen harten Schuldenschnitt gibt und die Wirtschaft wettbewerbsfähig wird", sagte der FDP-Finanzpolitiker Frank Schäffler der "Frankfurter Rundschau".
Eine freiwillige Beteiligung etwa durch eine Verlängerung der Laufzeiten von Anleihen helfe Griechenland nicht. Damit schiebe man das Problem nur heraus. "Der Bundestag hat klar beschlossen, dass die privaten Gläubiger herangezogen werden müssen", betonte er. Man müsse sich schon fragen, warum sich in derart wichtigen Fragen Frankreich durchsetze und nicht Deutschland als größte Volkswirtschaft in Europa.
Auch der finanzpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus-Peter Flosbach (CDU) sagte: "Die Koalition hat vereinbart, Finanzhilfen für Griechenland nur zuzustimmen, wenn eine angemessene Beteiligung privater Gläubiger eingeleitet wird. Daran halten wir fest." Er fügte aber auch hinzu: "Die Beteiligung privater Gläubiger darf nur nicht so weit gehen, dass hierdurch eine viel schwerere Krise für die Eurozone ausgelöst wird."
Die Opposition reagierte empört. "Eine freiwillige Beteiligung der Banken ist lächerlich", sagte SPD-Finanzexperte Carsten Schneider. Der Verfall des deutschen Einflusses in Europa sei atemberaubend und beängstigend zugleich.
dapd
