Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat bei einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung auf dem Stuttgarter Marktplatz vor einer neuerlichen Eskalation des Konflikts um "Stuttgart 21" gewarnt. "Alle Beteiligten sollten sich erstmal anstrengen, um in der Atmosphäre zu bleiben, wie sie die Schlichtung geschaffen hat", sagte Kretschmann am Mittwoch in Stuttgart.
Kretschmann warnt vor neuer Eskalation bei "Stuttgart 21"
Stuttgart (dapd). Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat bei einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung auf dem Stuttgarter Marktplatz vor einer neuerlichen Eskalation des Konflikts um "Stuttgart 21" gewarnt. "Alle Beteiligten sollten sich erstmal anstrengen, um in der Atmosphäre zu bleiben, wie sie die Schlichtung geschaffen hat", sagte Kretschmann am Mittwoch in Stuttgart.
Die Bahn hatte zuvor angekündigt, die Bauarbeiten in der kommenden Woche wieder aufzunehmen. Kretschmann will am Freitag (3. Juni) mit Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) über eine Verlängerung des Baustopps sprechen.
Auf die Frage, ob die Bürger ihm und seiner Regierung mit einem verstärkten Protest helfen könnten, sofern die Bahn ab kommenden Montag die Bauarbeiten wieder aufnehme, antwortete Kretschmann ausweichend. Er könne nicht die Drohkulisse der Bahn kritisieren und selbst eine aufbauen. Der Konzern hatte Kosten in Höhe von 410 Millionen Euro genannt, die ein verlängerter Baustopp koste.
Kretschmann beantwortete über eine Stunde lang geduldig die Fragen der Gegner und Befürworter. Vereinzelt buhten sich beide Seiten gegenseitig aus, ein Zuschauer beschimpfte Kretschmann als einen Politiker, der "für Krieg" sei.
dapd
