"Die SPD-Länder sind zu einem echten und dauerhaften Energiekonsens bereit" Kraft warnt vor Scheitern der Energiewende

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) warnt vor einem Scheitern der Energiewende. "Mit der von der Bundesregierung geplanten Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung auf 35 Prozent bis 2020 ist die Energiewende nicht zu schaffen. Wir brauchen eine Aufstockung auf mindestens 40 Prozent bis 2020", sagte Kraft der "Financial Times Deutschland" in Hamburg.

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Kraft warnt vor Scheitern der Energiewende

Hamburg/Düsseldorf (dapd). Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) warnt vor einem Scheitern der Energiewende. "Mit der von der Bundesregierung geplanten Erhöhung des Anteils der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung auf 35 Prozent bis 2020 ist die Energiewende nicht zu schaffen. Wir brauchen eine Aufstockung auf mindestens 40 Prozent bis 2020", sagte Kraft der "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe) in Hamburg.

Darüber hinaus verlangte die Regierungschefin vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Freitag weitere Nachbesserungen am Regierungskonzept für den Atomausstieg. Es dürfe keine Kürzung der Förderung von Windkraftanlagen im Binnenland geben, sagte die stellvertretende SPD-Chefin. Zudem müssten die Förderkonditionen für die Kraft-Wärme-Kopplung ausgeweitet und aufgestockt werden. Auch das KfW-Förderprogramm für die energetische Gebäudesanierung müsse "deutlich aufgestockt" werden.

Grundsätzlich signalisierte Kraft die Bereitschaft der SPD, mit der Bundesregierung zu einer Einigung zu kommen. "Die SPD-Länder sind zu einem echten und dauerhaften Energiekonsens bereit. Aber es darf keine Hintertüren mehr beim Atomausstieg und eine Rückkehr auf den Kernenergie-Irrweg geben", sagte sie. Dazu gehöre auch eine bundesweit ergebnisoffene Endlagersuche.

dapd