Die Kosten der geplanten Pflege-Zusatzversicherung sind weiter völlig unklar. Auch die Private Krankenversicherung, bei der man eine solche kapitalgedeckte Zusatzpolice abschließen müsste, will dazu keine Schätzung abgeben. Dafür gebe es in der Rechnung noch zu viele Unbekannte, sagte PKV-Direktor Volker Leienbach am Donnerstag in Berlin.
Kosten der Pflegereform weiter völlig unklar
Berlin (dapd). Die Kosten der geplanten Pflege-Zusatzversicherung sind weiter völlig unklar. Auch die Private Krankenversicherung, bei der man eine solche kapitalgedeckte Zusatzpolice abschließen müsste, will dazu keine Schätzung abgeben. Dafür gebe es in der Rechnung noch zu viele Unbekannte, sagte PKV-Direktor Volker Leienbach am Donnerstag in Berlin.
Eigentlich wollte das Gesundheitsministerium bereits im Sommer ein Konzept für die anstehende Pflegereform vorlegen. Damit sollen zum einen Leistungen ausgeweitet werden; zum anderen sollen aber auch Kapitalreserven für die Zukunft aufgebaut werden, wenn mehr Menschen Pflege brauchen und gleichzeitig weniger Versicherte einzahlen. Noch hat der neue Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) aber keine Andeutung gemacht, was er vorhat.
Die PKV will nicht nur den Aufbau des Kapitalstocks für die gesetzlich Versicherten übernehmen, wie Leienbach sagte. Auch die ins Auge gefassten neuen Leistungen etwa für Demenzkranke sollen nach Willen der Privatversicherer nicht über die gesetzlichen Pflegekassen, sondern über die neue Zusatzpolice abgedeckt werden.
Sobald die Bedingungen politisch geklärt seien - zum Beispiel, welche neuen Leistungen versprochen würden und ob ein pauschaler oder individueller Beitrag gewünscht sei -, könne die PKV rasch kalkulieren. "Wenn wir das wissen, können wir eine Zahl nennen", sagte Leienbach.
dapd
