Konjunkturumfeld wird schwieriger

Erwartungen für das Handwerk

Konjunkturumfeld wird schwieriger

Das Handwerk erwartet für die kommenden Monate zwar eine insgesamt noch einigermaßen zufriedenstellende Geschäftsentwicklung. Gleichwohl signalisieren die Frühindikatoren, dass die konjunkturellen Auftriebskräfte tendenziell schwächer werden. Einerseits werden in nächster Zeit auch die Investitionsgüterbestellungen aus dem In- und Ausland sowie die Bauwirtschaft an Schwung verlieren. Andererseits wird die bislang enttäuschende Verbrauchskonjunktur kaum anspringen.

Die Bauproduktion wird in der zweiten Jahreshälfte dank der positiven Auftragsentwicklung im gewerblichen und öffentlichen Bau weiter zulegen, wenngleich das Wachstumstempo merklich niedriger sein dürfte als zuletzt. Schwachpunkt der Baukonjunktur bleibt aber nach wie vor der Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern. Alles in allem prognostiziert das ifo-Institut für das gesamte Jahr 2008 einen Anstieg der realen Bauinvestitionen um 1,7 Prozent.

Für den Maschinen- und Werkzeugbau wird das wirtschaftliche Umfeld zunehmend schwieriger. Der starke Euro, die langsamere Gangart der Weltkonjunktur sowie hohe Energie- und Rohstoffpreise machen der Branche zu schaffen. Im Inland klingt der mehrjährige Investitionsboom allmählich ab. Trotzdem rechnet der Fachverband (VDMA) in diesem Jahr noch mit einem Produktionsplus von fünf Prozent.

Das Kfz-Gewerbe sieht eher skeptisch auf die zukünftige Geschäftsentwicklung. Der Neuwagenabsatz dürfte aufgrund der Rekordpreise an den Zapfsäulen und der immer noch ungeklärten Ausgestaltung der CO2-basierten Kfz-Steuer kaum in Fahrt kommen. Im Servicebereich ist angesichts der Sparanstrengungen der Autobesitzer ebenfalls keine Belebung zu erwarten. Vor allem die Halter älterer Autos versuchen, Werkstattbesuche zu vermeiden.

Im Lebensmittelhandwerk dürfte sich an der stagnierenden Grundtendenz vorerst wenig ändern. Saisonal ist aber im Sommer durchaus eine leichte Beschleunigung der Verkaufstätigkeit möglich. Hauptproblem der Branche bleibt der enorme Anstieg der Energie- und Rohstoffkosten, was die Ertragslage und die Nachfrage belastet.