Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Konjunkturerwartungen von Finanzexperten hellen sich etwas auf

Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren für Deutschland haben sich im November etwas aufgehellt.

Konjunkturerwartungen von Finanzexperten hellen sich etwas auf

Nach der Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim stieg der Index der Konjunkturerwartungen von minus 63,0 Punkten auf minus 53,5 Punkte. Ökonomen hatten durchschnittlich lediglich mit einer Verbesserung auf minus 58,5 Punkten gerechnet. Der jetzige Wert liege allerdings immer noch weit unter ihrem historischen Mittelwert von plus 27,1 Punkten. Der Aufwärtsbewegung der Erwartungen stellt den Angaben zufolge eine Teilkorrektur zum Vormonat dar, in dem die Erwartungen angesichts der Zuspitzung an den Finanzmärkten eingebrochen waren.

Das Rettungspaket der Bundesregierung für den Finanzsektor sowie das geplante Konjunkturprogramm schienen das Vertrauen der Finanzmarktexperten im Vergleich zum Vormonat etwas gestärkt zu haben. Auch die weltweiten Zinssenkungen dürften den Konjunkturabschwung bremsen.

"Die Finanzmarktanalysten können sich in ihren früher geäußerten pessimistischen Erwartungen durch die derzeitige und absehbare konjunkturelle Entwicklung bestätigt sehen. Vom gemeinsamen Vorgehen der Regierungen und Zentralbanken scheinen die Experten allerdings eine Milderung des Konjunkturabschwungs zu erhoffen", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz.

Der ZEW-Konjunkturindikator gilt als ein wichtiger Stimmungsindikator der deutschen Wirtschaft. Für ihn werden monatlich rund 300 Analysten und institutionelle Anleger befragt.

ddp