Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzexperten für Deutschland haben sich im Februar überraschend verbessert.
Konjunkturerwartungen steigen überraschend
Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) teilt mit, dass der entsprechende Index bei minus 39,5 Punkten liegt. Im Januar hatte er noch bei minus 41,6 Zählern gelegen. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf minus 45,0 Punkte gerechnet. Die Erwartungen liegen damit aber weiter deutlich unter ihrem historischen Mittelwert von 31,0 Punkten.
Die Bewertung der aktuellen konjunkturellen Lage hat sich aufgrund der verschärften Situation auf den Finanzmärkten im Februar im Gegensatz zu den ZEW-Konjunkturerwartungen deutlich verschlechtert. Der entsprechende Indikator sei um 22,9 Punkte auf 33,7 Punkte gesunken, teilte das ZEW mit.
Die Konjunkturerwartungen in der Eurozone stabilisierten sich hingegen. Der Euro-Indikator stieg marginal um 0,3 Punkte auf minus 41,4 Punkte. Der ZEW zufolge deutet die Aufwärtsbewegung bei den Konjunkturerwartungen auf eine vorsichtige konjunkturelle Entspannung ab Mitte dieses Jahres hin. Diese werde von der expansiveren Geldpolitik in den wichtigen Industrieländern und besseren Exportaussichten auf Sicht von sechs Monaten gestützt.
"Die Banken gehen zurzeit durch das Tal der Tränen, aber die Finanzanalysten rechnen damit, dass in einem halben Jahr wohl das Schlimmste überstanden sein wird", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz.
ddp