Die mittelfristigen Konjunkturerwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren haben sich im Januar stärker erholt als erwartet. Sie liegen allerdings weiter deutlich unter dem Durchschnitt.
Konjunkturerwartungen bleiben weit unter dem Durchschnitt
Der Index der Konjunkturerwartungen des Zentrums für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erhöhte sich gegenüber Dezember von minus 45,2 Punkten um 14,2 Punkte auf Minus 31,0 Punkte. Experten hatten lediglich minus 44 Punkte erwartet. Der historische Mittelwert liegt allerdings bei plus 26,5 Punkten.
Die deutliche Verbesserung der Konjunkturerwartungen dürfte zum Teil auf das zweite Konjunkturpaket der Bundesregierung zurückzuführen sein, erläuterte das ZEW. Die Auswertung der Erwartungen für die einzelnen Branchen zeige, dass die befragten Experten insbesondere für das Baugewerbe mit positiven Auswirkungen rechnen. Außerdem dürfte die Zinssenkungspolitik der Europäischen Zentralbank einen Beitrag zur Stützung der Konjunktur leisten. "Die Finanzanalysten teilen den Optimismus neuerer Konjunkturprognosen, dass sich ab Mitte dieses Jahres die Konjunkturperspektiven wieder aufzuhellen beginnen", sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz.
Der ZEW-Konjunkturindikator gilt als ein wichtiger Stimmungsindikator der deutschen Wirtschaft. Für ihn werden monatlich rund 300 Analysten und institutionelle Anleger befragt.
ddp