Der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus (FDP) will die Pendelei von Soldaten durch Versetzungen deutlich reduzieren. Königshaus sprach sich am Montag in Berlin dafür aus, die Bundeswehrreform zu nutzen, um mittel- bis langfristig zu einer neuen Gruppierung der Truppengattungen in Deutschland zu kommen.
Königshaus will Pendelei von Soldaten reduzieren
Berlin (dapd). Der Wehrbeauftragte Hellmut Königshaus (FDP) will die Pendelei von Soldaten durch Versetzungen deutlich reduzieren. Königshaus sprach sich am Montag in Berlin dafür aus, die Bundeswehrreform zu nutzen, um mittel- bis langfristig zu einer neuen Gruppierung der Truppengattungen in Deutschland zu kommen. So sollten Pionier-Einheiten in einer Region zusammengefasst werden, die ABC-Truppe in einer anderen, die Fallschirmjäger in einer dritten und die Logistiker in einer weiteren. Soldaten würden so Planungssicherheit erlangen, dass sie ihre Laufbahn in einer Region Deutschlands durchlaufen könnten, auch wenn sie innerhalb dieser Region von einem in den anderen Standort versetzt werden.
Die Soldaten könnten damit deutlich mehr Zeit mit ihren Familien verbringen, als auf der Autobahn, argumentierte Königshaus. Das wäre ein wichtiger Schritt zur Steigerung der Attraktivität der Bundeswehr als Arbeitgeber. Es sei wichtig, dass die Bundeswehr in der Fläche präsent bleibe und nicht auf wenige Großstandorte reduziert werde. Er habe sich nie für die Bildung von Großstandorten ausgesprochen, machte Königshaus deutlich.
dapd
