Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus (FDP), hat Kritik an seiner Arbeit im Fall des Segelschulschiffs "Gorch Fock" zurückgewiesen. Er habe nie eine Bewertung der Vorgänge auf dem Schiff vorgenommen und habe beispielsweise auch nicht von Meuterei gesprochen, sagte Königshaus am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin".
Königshaus wehrt sich gegen Kritik im Fall "Gorch Fock"
Berlin (dapd). Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus (FDP), hat Kritik an seiner Arbeit im Fall des Segelschulschiffs "Gorch Fock" zurückgewiesen. Er habe nie eine Bewertung der Vorgänge auf dem Schiff vorgenommen und habe beispielsweise auch nicht von Meuterei gesprochen, sagte Königshaus am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Vielmehr hätten sich Kadetten an ihn gewandt, weil deren Beschwerden von der Schiffsführung als Meuterei bezeichnet und gewertet worden wären.
Über diese Beschwerden habe er als Wehrbeauftragter berichten müssen. Ob sich die Schiffsführung tatsächlich so verhalten habe, müsse eine Überprüfung der Vorfälle auf der "Gorch Fock" ergeben. Außerdem habe er niemals Informationen über die Vorgänge auf dem Schiff an die Medien gegeben.
In den vergangenen Wochen hatte der schleswig-holsteinische CDU-Landeschef Christian von Boetticher Königshaus kritisiert. Königshaus habe das Vertrauen in das Amt des Wehrbeauftragten beschädigt, da interne Vermerke aus seinem Amt die Medien erreicht hätten.
Das in die Kritik geratene Marine-Segelschulschiff "Gorch Fock" sollte am Freitag nach Kiel zurückkehren. Die Affäre um die "Gorch Fock" hatte nach dem tödlichen Sturz der 25 Jahre alten Offiziersanwärterin Sarah Lena S. aus der Takelage des Segelschulschiffes begonnen. Sie war am 7. November vergangenen Jahres im brasilianischen Hafen von Salvador da Bahia aus 27 Meter Höhe auf Deck gestürzt.
dapd
