Übernahme-Konzepte für Opel Koch favorisiert Magna für Übernahme von Opel

Von den drei Interessenten für die Übernahme des angeschlagenen Autokonzerns Opel favorisiert der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) den österreichisch-kanadischen Autozulieferer Magna.

Koch favorisiert Magna für Übernahme von Opel

Es gebe eine deutliche Rangfolge, sagte Koch im Deutschlandfunk vor den Beratungen der Bundesländer mit Opel-Werken im Kanzleramt über die verschiedenen Konzepte von Magna, dem US-Finanzinvestor Ripplewood und dem italienischen Autokonzern Fiat. Dabei erfülle Magna am ehesten die Hoffnungen vieler.

Danach komme Ripplewood, Fiat sei mit seinem Vorschlag "weit entfernt" von dem, was man sich erhofft habe. Entsprechend dieser Reihenfolge müssten auch in den nun anstehenden Verhandlungen Prioritäten gesetzt werden.

Koch zufolge gibt es keinen Vorschlag für die Übernahme von Opel, nach dem "alles beim Alten" bleibe. Magna versuche allerdings mehr als die anderen beiden Interessenten, mit neuen Ideen neue Märkte und Kunden zu erschließen.

Der hessische Ministerpräsident betonte, dass die Grundlage aller Konzepte die Opel Europa AG sei. Weiterhin sprach sich Koch für einen Verbund mit der Opel-Mutter General Motors (GM) aus. GM müsse Aktionär der neuen Gesellschaft sein. Die beiden Unternehmen sollten dann freundschaftlich verbunden sein, aber es solle keine gegenseitige Abhängigkeit bestehen.

Unterdessen berichtete die US-Zeitung "Washington Post" in ihrer Online-Ausgabe unter Berufung auf Kreise, dass die US-Regierung General Motors in der kommenden Woche in die Insolvenz steuern wolle. Dem Plan der Regierung zufolge solle GM nahezu 30 Milliarden Dollar an zusätzlichen Staatskrediten erhalten. Weiter könnte der Automobilhersteller Chrysler bereits kommende Woche mit Hilfe der Regierung aus der Insolvenz entlassen werden. Der in Auburn Hills ansässige Konzern hatte Ende April Insolvenz beantragt.

ddp