Die Regierungsparteien sind sich einig bei der Anpassung des EEG. Die Forderung des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) nach moderater Kürzung der Förderung konnte durchgesetzt werden.
Koalition will Solarförderung um acht Prozent senken
Wer eine Photovoltaikanlage installiert und den gewonnenen Strom aus der Sonne ins öffentliche Netz einspeist, wird dabei auch künftig vom Staat unterstützt werden. Allerdings werden die Fördersätze ab 2009 im Zuge der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) reduziert.
Die Solarstromförderung für Photovoltaikanlagen auf Gebäuden soll in den Jahren 2009 und 2010 um jeweils acht Prozent gesenkt werden, von 2011 an um jährlich neun Prozent. Das bedeutet eine Vergütung von 43,01 Cent pro Kilowattstunde für 2009 und 39,57 Cent für 2010. Bislang wurde die Förderung lediglich um fünf Prozent jährlich verringert.
Der Markt könnte zusammenbrechen
"Wir sind mit diesem Entscheid weitgehend zufrieden, da die zunächst geplante, drastische Kürzung verhindert werden konnte", kommentiert Wolfgang Schmitt, Präsidiumsmiglied des Zentralverbands der Eletro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), die aktuelle Entwicklung.
Der ZVEH hatte sich im Sinne der Elektrohandwerksbetriebe dafür eingesetzt, die angekündigte massive Reduzierung abzuwenden. "Dies hätte dazu führen können, dass der Markt für unsere Betriebe zusammenbricht. Das hat wohl auch die Regierung erkannt und ist nun moderater vorgegangen", so Schmitt. Die Vorlage soll diese Woche im Bundestag beschlossen werden.
Deutlich weniger werden künftig vor allem größere Solarstromanlagen gefördert, die auf Hallendächern oder Freiflächen errichtet werden. Die Förderung von Solarstrom aus neuen, ebenerdig errichteten Solarparks soll in den Jahren 2009 und 2010 um jeweils zehn Prozent gesenkt werden, statt um die bislang gültigen 6,5 Prozent. Ganz gestrichen werden soll nach dem Willen der Koalition auch der bislang gewährte Förderbonus für gebäudeintegrierte Photovoltaikanlagen.
Union fordert noch schnellere Kürzung
Die Diskussion um die Solarförderung hatte vor allem in den vergangenen Wochen deutlich an Schärfe gewonnen, nachdem Unionsabgeordnete eine schnellere Absenkung der Solarförderung um bis zu 30 Prozent in drei Jahren gefordert hatten. dhz
