Ausbildung Knapp 10.000 neue Lehrlinge am Bau

Die Bauwirtschaft hat die Zahl der Ausbildungsplätze bis Ende September deutlich erhöhen können. In den alten Bundesländern sind es fast zehn Prozent mehr Auszubildende, in den neuen Bundesländern sind es knapp 20 Prozent mehr.

Karin Birk

Nur mit besonderen Ausbildungsbemühen könne der künftige Fachkräftebedarf in der Bauwirtschaft gesichert werden. - © Foto: Colourbox.de

Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres haben sich knapp 10.000 junge Menschen für eine Ausbildung im Baugewerbe entschieden. Das ist ein Plus von 10,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. "Die Anstrengungen speziell der kleinen und mittleren Betriebe werden durch den Anstieg der Lehrlingszahlen belohnt", so Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB).

Die wiederholten Appelle an die Betriebe, sich um die Ausbildung von qualifiziertem Nachwuchs zu widmen, seien offensichtlich gehört worden, sagte er mit Blick auf die von der Sozialkasse-Bau (SOKA-BAU) veröffentlichten Zahlen.

Fachkräftesicherung große Herausforderung der Branche

Angesichts der derzeitigen Altersstruktur im Baugewerbe und der zurückgehenden Zahl der Schulabgänger sowie der allgemeinen demografischen Entwicklung könne nur mit verstärkten Ausbildungsbemühungen der künftige Fachkräftebedarf gesichert werden. "Die Fachkräftesicherung in der Bauwirtschaft ist aktuell eine der größten Herausforderungen unserer Branche", ergänzte er.

Zahl der Ausbildungsbetriebe konstant

Wie der ZDB weiter mitteilt, sei die Zahl der neuen Ausbildungsverträge bis Ende September in den alten Bundesländern um 723 oder 9,6 Prozent auf 8.237 Verträge und in den neuen Bundesländern um 242 oder 18,8 Prozent auf 1.532 Verträge gestiegen. Die Zahl der Ausbildungsbetriebe sei mit 13.625 allerdings konstant geblieben.

Insgesamt gibt es nach Angaben des ZDB eine Vielzahl interessanter und zukunftsträchtiger Ausbildungsberufe, deren Attraktivität offensichtlich wieder zunehmend wahrgenommen werde. Dabei werden unter den 18 gewerblich-technischen Ausbildungsberufen im Bau vor allem Maurer, Straßenbauer, Stuckateure, Fliesenleger und Zimmerer ausgebildet. Im gesamten Handwerk wurden bis Ende September knapp 128.500 Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das ist ein Minus von 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.