Bei der Suche nach Fachkräften sollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen zukünftig besser unterstützt werden. Das ist ein Ziel der neuen Fachkräfteoffensive. Dafür gaben Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und der Chef der Arbeitsagentur, Frank-Jürgen Weise, den Startschuss in Berlin. Es wird geschätzt, dass bis zum Jahr 2025 mehr als drei Millionen Fachkräfte fehlen werden.

Die Fachkräfteoffensive richte sich an potenzielle Fachkräfte und Unternehmen, aber auch an die breite Öffentlichkeit. Ziel der Kampagne im Inland sei es, die Dringlichkeit des Themas Fachkräftesicherung noch stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern und konkrete Lösungswege aufzuzeigen, wie Unternehmen und potenzielle Fachkräfte von der Entwicklung profitieren können. Im Ausland will die Kampagne junge, gut qualifizierte Menschen für eine berufliche Zukunft in Deutschland interessieren.
Das Kernstück der Fachkräfteoffensive sind die die beiden Internetplattformen fachkräfte-offensive.de und make-it-in-Germany.com. Die Inlandplattform bündelt Beratungs- und Unterstützungsangebote für Unternehmen und Fachkräfte.
Das Auslandsportal wirbt – zunächst in Deutsch und Englisch – nicht nur für die Chancen einer Karriere in Deutschland, sondern bietet auch Jobangebote und konkrete Hilfestellungen, die Schritt für Schritt zur Aufnahme einer Arbeit in Deutschland führen. Beide Portale sollen in den nächsten Monaten weiter ausgebaut werden.
Doppelstrategie für Deutschland
Der Branchen Hightechverband Bitkom begrüßt die neue Initiative. Insbesondere freue sich Bitkom, dass mit der Freischaltung des zentralen Zuwanderungsportals make-it-in-Germany ein langjähriger Vorschlag des Verbandes umgesetzt worden sei. Denn die internationalen Spitzenkräfte stehen nicht Schlange, um in Deutschland arbeiten zu dürfen. Es ist höchste Zeit, im Ausland aktiv für den Arbeitsstandort Deutschland zu werben. Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf: "Denn die internationalen Spitzenkräfte stehen nicht Schlange, um in Deutschland arbeiten zu dürfen. Es ist höchste Zeit, im Ausland aktiv für den Arbeitsstandort Deutschland zu werben. "
Um den Bedarf an Fachkräften zu decken, müsste Deutschland eine Doppelstrategie verfolgen, sagte Frank-Jürgen Weise, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit. Weise. " Zum einen geht es darum, die inländischen Potenziale zu heben: also die Erwerbstätigkeit von Frauen und Älteren zu erhöhen, arbeitslose Menschen zu qualifizieren, die Abbrecherquoten bei Schülern, Auszubildenden und Studenten zu senken. Aber selbst wenn das in großem Umfang gelingt, bleibt eine Lücke, die nur durch qualifizierte Zuwanderung zu schließen ist. Wir rechnen, dass jedes Jahr 200.000 Fachkräfte aus dem Ausland nach Deutschland kommen müssen."
Ein neues Internetangebot, das vor allem kleine und mittlere Unternehmen helfen soll, ist der inga-Unternehmenscheck. Er soll KMUs helfen, ihre Personalstrategie zu analysieren, rechtzeitig Lücken zu erkennen und mit konkreten Konzepten vorzubeugen. dapd/rh
Die Internetplattformen im Überblick:- www.inqa-Unternehmenscheck
- www.kompetenzzentrum-fachkraeftesicherung.de
- www.bq-portal.de
- www.fachkraefte-offensive.de
- www.make-it-in-Germany.com