Handwerk stark gefordert

Klimaschutz schafft Beschäftigung
Für das Handwerk und die Wirtschaft insgesamt ist der Klimaschutz eine Herausforderung und eine Chance zugleich. Eine Herausforderung, da es ohne entschiedene politische Anstrengungen nicht geht und wir umfangreiche klimafreundliche Innovationen und qualifiziertes Personal brauchen. Der Ausbau erneuerbarer Energien und verschärfte Anforderungen der Energieeinsparverordnung führen zu steigenden Qualitätsansprüchen und einem erhöhten Fortbildungsbedarf im Handwerk.
Gleichzeitig ist der Klimaschutz eine Chance. Fast alle Investitionen zur effizienteren Energienutzung sind grundsätzlich rentabel und zahlen sich langfristig aus. Bessere Energieeffizienz mit verbesserter Wärmedämmung sowie der Umstieg auf erneuerbare Energien steigert die Kaufkraft von Eigentümern und Mietern, da deren Heizkosten sinken. Energieeffiziente Gebäude - wie Passivhäuser - mindern zudem den Bedarf an Gas- und Heizölimporten, was die Binnennachfrage belebt und der hohen Energieimportabhängigkeit Deutschlands entgegenwirkt.
Schon heute sichern erneuerbare Energien 280.000 Arbeitsplätze. Die noch erforderlichen umfangreichen Investitionen zur Gebäudesanierung schaffen zusätzlich Beschäftigungsmöglichkeiten. Bis 2020 sind über 350.000 neue Stellen möglich - vor allem im Baugewerbe und bei baunahen Dienstleistungen. Durch eine ambitionierte Klimaschutz-Gesamtstrategie können in Deutschland bis 2020 rund 630.000 neue Arbeitsplätze entstehen.
Damit ist klar: Ein entschieden umgesetzter Klimaschutz schafft nachhaltig Beschäftigung und Wachstum und kann dazu beitragen, die Wirtschaftskrise zu überwinden. Ganz wichtig ist dabei das Handwerk: Wenn es sich auf die gestiegenen Anforderungen einstellt, gehört es zu den Gewinnern.