KMU wichtiger Wirtschaftsfaktor in der EU Kleine und mittelständische Betriebe machen EU-Wirtschaft groß

Kleinvieh macht auch Mist: Wie wichtig kleine und mittelständische Unternehmen innerhalb der EU sind, zeigt eine neue Auswertung der Frankfurter Allgemeine in Zusammenarbeit mit Statista.

Kleine und mittelständische Betriebe, u.a. aus dem Handwerk, sind ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Deutschland und der EU. - © Robert Kneschke/Fotolia.com

Sie stehen im Schatten der Großunternehmen. Und dennoch sind kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) nicht aus der EU nicht wegzudenken. Mit rund 90 Millionen Mitarbeitern beschäftigen sie zwei Drittel aller Arbeitnehmer innerhalb der EU. Die Angestellten verteilen sich auf beinahe 23 Millionen Kleinstbetriebe, kleine sowie mittelständische Betriebe. Somit machen die KMU 99,8 Prozent aller Unternehmen in der EU aus.

Gemeinsam sind sie für mehr als die Hälfte der europäischen Bruttowertschöpfung verantwortlich. Im Jahr 2015 erwirtschafteten Kleinunternehmen und Mittelstand eine Bruttowertschöpfung in Höhe von 3,9 Billionen Euro.

Die Daten gehen aus einer  statistischen Auswertung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in Kooperation mit Statista hervor. Es wurden solche Betriebe als KMU gewertet, die jährlich weniger als 50 Millionen Euro Umsatz generieren und maximal 249 Mitarbeiter beschäftigen.

Handwerk ist das Rückgrat des deutschen Mittelstands

Die Statistik verdeutlicht, dass der Mittelstand das Fundament der europäischen Wirtschaft ist. Nicht nur in Deutschland trägt vor allem das Handwerk maßgeblich zu dieser Position bei. Mit über einer Million Betrieben und ca. 500 Milliarden Euro Jahresumsatz ist die Handwerksbranche das Rückgrat des deutschen Mittelstand. Rund 5,3 Millionen Menschen sind in Deutschland in einem handwerklichen Beruf beschäftigt. Etwa 360.000 Auszubildende machen das Handwerk zur wichtigsten Ausbildungsbranche der Nation.