IT + Kommunikation -

Sicherheit Kleine Betriebe im Fokus von Hackerangriffen

Jedes zehnte kleine oder mittlere Unternehmen und damit auch viele Handwerksbetriebe wurden schon einmal Opfer eines Hackerangriffs. Ein IT-Spezialist gibt wertvolle Tipps, wie Sie sich vor einem Angriff schützen können.

Kleine Betriebe im Fokus von Hackerangriffen
Sicherheitsmängel gibt es auch in vielen Handwerksbetrieben. -

Gerade kleine und mittlere Betriebe verfügen häufig aus wirtschaftlichen oder personellen Gründen nicht über ausreichende Sicherheitsstandards, um sich vor einem Hackerangriff schützen zu können. Sie sind deshalb ein beliebtes Opfer von Kriminellen, wie eine Studie des britischen IT-Spezialisten Hiscox zeigt. Jeder zehnte Betrieb wurde demnach schon einmal über das Internet angegriffen. Umso alarmierender: Über 90 Prozent der kleinen und mittelständischen Firmen verfügen über keinen Versicherungsschutz gegen Internetkriminalität, der im Ernstfall Kosten für Datenklau und Rechtsverfolgung abdecken würde.

Hiscox hat folgende Sicherheitstipps zusammengestellt, mit denen Sie das Risiko eines Angriffs minimieren können:

1. Holen Sie sich professionelle Hilfe

Die Führung eines Unternehmens ist eine Vollzeittätigkeit. Wenn Sie selbst kein IT-Fachwissen haben, sollten Sie eine professionelle Sicherheitsberatung in Anspruch nehmen. Das spart langfristig Zeit und Aufwand, indem sichergestellt wird, dass die Sicherheitsmaßnahmen den geschäftlichen Anforderungen genügen.

2. Schützen Sie Ihre Daten mit einer internen "Need-to-know"-Richtlinie

Wenn die Daten auf einem zentralen Dateiserver gespeichert werden, sollte geregelt sein, wer Zugang zu diesen Dateien hat. Auch dies kann vor versehentlichem oder vorsätzlichem Datenverlust schützen.

3. Verschlüsseln Sie Ihre Daten

Verschlüsseln Sie wichtige Informationen als zusätzliche Sicherheit, damit nur berechtigte Benutzer darauf zugreifen können. Daten auf mobilen Endgeräte sollten immer verschlüsselt werden.

4. Achten Sie besonders auf den E-Mail-Verkehr

Sobald Sie Internet und E-Mail geschäftlich nutzen, erhöht sich das Risiko eines Datenverlustes. Entwickeln Sie eine klare E-Mail-Richtlinie, sensibilisieren Sie die Mitarbeiter für das Thema Sicherheit und verfolgen Sie verdächtige E-Mails, selbst wenn es sich um einmalige Vorkommnisse handelt.

5. Sorgen Sie für bessere Passwörter Ihrer Mitarbeiter

Führen Sie die unternehmensweite Vorschrift ein, dass Mitarbeiter in ihren Passwörtern eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben verwenden, die einen weitaus besseren Schutz vor Online-Kriminellen bieten.

6. Sichern Sie Ihre Dateien

Führen Sie Datensicherungen Ihrer Dateien durch und prüfen Sie Ihren Versicherungsschutz, damit Ihr Unternehmen nach einem Vorfall schnell wieder funktionsfähig ist.

7. Achten Sie auf Ihre Hardware

Gegenstände wie Laptops und Computermonitore sind häufig Ziele von Dieben. Die eigentlichen Kosten eines gestohlenen IT-Geräts betreffen nicht die Hardware, sondern entstehen durch den Datenverlust und die entgangene Produktivität. Schließen Sie die Server in einem Raum ein und räumen Sie Laptops am Ende eines Arbeitstags in eine sichere Schublade. sg

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2018 - Alle Rechte vorbehalten