Wie bei den Typklassen so ändert sich auch bei den Regionalklassen der Kfz-Versicherung für die meisten Autofahrer 2015 nichts. Besondere Einstufungen gibt es weiterhin in den Ländern Brandenburg, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Am meisten zahlen Autofahrer in den Großstädten und in Bayern.
Wie die Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilte bleiben in der Haftpflichtversicherung 74 Prozent der Regionalklassen unverändert, in der Vollkasko sind es 75 Prozent. Deutlich hochgestuft wurden aber in der Vollkaskoversicherung einige Zulassungsbezirke im Raum Tübingen, wo im vergangenen Jahr durch Sturm und Hagel hohe Schäden an Fahrzeugen zu verzeichnen waren. Hier können Sie Ihre Regionalklasse abfragen.
Die Regionalklasse spiegelt die Schadensbilanz einer Region wider und fließt in die Berechnung des Kfz-Versicherungsbeitrages ein. Dabei spielt bei der Haftpflichtversicherung das Fahrverhalten der Autofahrer eines Zulassungsbezirkes eine wichtige Rolle. Berücksichtigt wird laut GDV die Anzahl der von ihnen verursachten Schäden, bezogen auf die Anzahl der dort zugelassenen Fahrzeuge und die durchschnittliche Schadenshöhe. In der Kaskoversicherung würden örtliche Besonderheiten wie Diebstahlhäufigkeit, Sturm- und Hagelschäden oder Wildunfälle berücksichtigt.
Schadensbilanz der Regionen
Die Regionalstatistik wird jährlich von der GDV veröffentlicht. Sie sei aber nicht vergleichbar mit der Unfallstatistik der Polizei. Die Polizei erfasse Unfälle am Unfallort im jeweiligen Jahr. Die Regionalstatistik der GDV richte sich dagegen nach dem Wohnort des Fahrzeughalters und fasst die Schadensbilanz einer Region in einem Fünfjahreszeitraum zusammen.
Die Regionalstatistik sei für die Versicherungsunternehmen unverbindlich und könne ab sofort für Neuverträge angewendet werden, für bestehende Verträge zur nächsten Fälligkeit, in der Regel ist das der 1. Januar 2015. dhz
