Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeugsgewerbe (ZDK) hat mit scharfer Kritik auf die geplanten Werkstattaktivitäten der HUK Coburg reagiert. Damit schade der Versicherer vor allem den Kfz-Betrieben.

Nach Informationen des ZDK will die HUK Coburg zukünftig über sein Netz von Partnerwerkstätten auch Reparatur- und Wartungsarbeiten von Autos zu Preisen von 20 bis 30 Prozent unter dem Niveau von Vertragswerkstätten der Hersteller anbieten lassen. Laut Süddeutscher Zeitung hat die Huk-Coburg bisher ein Netzwerk von etwa 1300 Vertragswerkstätten für Unfallreparaturen. Ab 2015 sollen viele von ihnen auch normale Dienstleistungen offerieren und mit ihren Preisen die herstellergebundenen Werkstätten unterbieten.
"Während beim Steuern von Unfallschäden in Partnerbetriebe wenigstens noch ein Sachzusammenhang mit der Versicherungstätigkeit zu erkennen ist, kann davon keine Rede mehr sein", sagte ein Sprecher des ZDK. Es gehe bei diesem Vorgehen "um einen zusätzlichen Lockreiz im Wettbewerb mit anderen Versicherern", so der Sprecher weiter.
Vorgehen schade den Kfz-Betrieben
Extreme Rabatte bei den Reparaturen und Wartungen gefährden vor allem die wirtschaftliche Existenz von Kfz-Betrieben, warnt der ZDK. Denn eine wichtige Einnahmequelle seien für sie die Werkstattleistungen. Daher empfiehlt der ZDK jedem Kfz-Betrieb genau zu prüfen, ob vertragliche Bindungen in diesem Zusammenhang wirtschaftlich vertretbar seien. dhz