Kfz-Gewerbe hat Zeichen der Zeit erkannt

zu „Mit dem Abi zum Lehrvertrag“, Ausgabe 19, 8. Oktober

Kfz-Gewerbe hat Zeichen der Zeit erkannt

Auch das Kfz-Gewerbe hat schon lange die Zeichen der Zeit erkannt und Maßnahmen ergriffen, einem drohenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Es gilt vermehrt, junge Leute mit aussichtsreichem Potenzial für eine handwerkliche Ausbildung zu begeistern. Abiturienten sind hier ein Teil der Zielgruppe.

Für diese Zielgruppe hat die Kfz-Innung München-Oberbayern 2009 ein interessantes Projekt entwickelt: Unter der Bezeichnung „Abi und Auto“ bietet das bayernweite Projekt Abiturienten die Möglichkeit, innerhalb einer verkürzten Zeitspanne in Richtung Meisterprüfung geführt zu werden. Leistungsstarke Schulabgänger werden dadurch mit den Karrieremöglichkeiten des Kfz-Handwerks vertraut gemacht.

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Die Teilnehmer durchlaufen eine auf 2 ½ Jahre verkürzte Ausbildung zum Beruf Kfz-Mechatroniker (Verkürzung um 12 Monate). Ab dem dritten Ausbildungsjahr erwerben sie ausbildungsbegleitend die notwendigen betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Kenntnisse für eine Meisterprüfung. Dadurch wird es möglich, bereits ein halbes Jahr nach der Gesellenprüfung die Prüfung zum staatlich anerkannten Kfz-Servicetechniker abzulegen. Projektteilnehmer können durch den anschließenden Besuch des theoretischen Teils des Meisterkurses noch nach kurzer Zeit den Meistertitel erwerben.

An der Berufsschule Landsberg am Lech wurde eine eigene Fachklasse eingerichtet, deren Unterricht für die Zielgruppe spezifisch angepasst wurde. Das Kultusministerium unterstützt das Projekt, indem es Auszubildenden aus ganz Bayern ermöglicht, sich als Gastschüler an der Berufsschule einzuschreiben. www.abi-und-auto.de

Obermeister Hans Medele und
Geschäftsführer Andreas Brachem,
Kfz-Innung München-Oberbayern