Zum 1. Juni 2012 startet die KfW das neue Förderprogramm "Kommunale Energieversorgung". Kommunale Unternehmen sowie Kommunen können darüber zinsverbilligte Darlehen für Investitionen in die Energieeffizienz und den Ausbau dezentraler kommunaler Energieversorgung beantragen.
Die Kreditförderbank KfW will damit den Ausbau der dezentralen Energieversorgung vorantreiben. Die KfW befürchtet nämlich, dass bereits im Jahr 2020 der Strombedarf wegen der Erzeugungsschwankungen der erneuerbaren Energien mit den in Deutschland verfügbaren Kapazitäten nicht mehr zu jeder Zeit gedeckt werden könnte.
Es fehlen 21 Gigawatt
Nach Angaben des Verbandes kommunaler Unternehmen beträgt der Zubaubedarf von Kraftwerkskapazitäten 21 Gigawatt bis zum Jahr 2025, der zusätzliche Aus- und Umbaubedarf im Bereich der Verteilnetze wird auf rund 25 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 geschätzt.
Das neue Förderprogramm unterstützt nach Angaben der KfW kommunale Investoren insbesondere bei Investitionen in den Neubau oder die Aufrüstung von Gas-und-Dampf-Kraftwerken, in eine flexiblere Stromerzeugung von gasbetriebenen Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung, in den Ausbau der Verteilnetze oder in die Installation intelligenter Informations-, Kommunikations- und Netzsteuerungstechnologien. Auch der Neu- und Ausbau von dezentralen Stromspeichern kann finanziert werden.
Mehr Informationen zum neuen Förderprogramm finden Sie unter www.kfw.de/203 (für Kommunen) und www.kfw.de/204 (für kommunale Unternehmen). dhz
