Nach Millionen-Panne KfW: Förderpolitik wird unverändert fortgeführt

Über 300 Millionen Euro versenkte die KfW-Bankengruppe in der insolventen Investmentbank Lehman Brothers. Eine Überweisungspanne war schuld. Die Deutsche Handwerks Zeitung wollte wissen, welche Folgen diese Panne auf Förderkredite und -programme der KfW hat. Von Karin Birk, Berlin

KfW: Förderpolitik wird unverändert fortgeführt

"Der Einfluss der verminderten Ergebnisentwicklung durch die fehlerhafte Überweisung an die Investmentbank Lehman Brothers hat auf die Förderaktivitäten im Bereich der Mittelstands- und Förderbank keine Auswirkungen", sagte Wolfram Schweickhardt, stellvertretender Pressesprecher der Deutschen Handwerks Zeitung . Die Förderung werde weiter auf die bereits gesetzten Schwerpunkte kleiner Mittelstand, Innovationen und Umwelt fokussiert. Auch bleibe das Konditionengefüge, das besondere Vorteile für die im Zentrum stehenden Förderzwecke vorsehe, erhalten.

Zuvor hatte die Bank, obwohl schon klar war, dass Lehmann Brothers in die Pleite schlittert, Geld an die Investmentbank überwiesen. Ihr ist dadurch ein Buchverlust von rund 350 Millionen Euro entstanden ist. Die verantwortlichen Vorstände wurden mittlerweile entlassen. Für einen weiteren Mitarbeiter wurde eine Vorruhestandsregelung getroffen.