Ministerpräsident Tillich will auch weiterhin mit der FDP zusammenarbeiten "Keine Sehnsucht nach anderen Koalitionen"

Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich kann sich eine Neuauflage der CDU/FDP-Koalition vorstellen. Der Koalitionsvertrag eröffne eine Perspektive bis 2020, sagte der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur dapd am Donnerstag. "Wir werden alles dafür tun, dass wir diese Koalition auch mindestens bis dahin fortsetzen können." Eine Sehnsucht nach irgendwelchen anderen Koalitionen gebe es nicht.

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich. - © Foto: dapd

"Keine Sehnsucht nach anderen Koalitionen"

Dresden (dapd-lsc). Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich kann sich eine Neuauflage der CDU/FDP-Koalition vorstellen. Der Koalitionsvertrag eröffne eine Perspektive bis 2020, sagte der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur dapd am Donnerstag. "Wir werden alles dafür tun, dass wir diese Koalition auch mindestens bis dahin fortsetzen können." Eine Sehnsucht nach irgendwelchen anderen Koalitionen gebe es nicht.

Der Ministerpräsident betonte zugleich, er sei mit der vor anderthalb Jahren besiegelten Koalition und der Zusammenarbeit "sehr zufrieden". Sicherlich hätte das eine oder andere besser gemacht werden können. Wichtig sei aber, dass man gemeinsam die richtigen Lehren ziehe. Mit dem Doppelhaushalt und der Staatsmodernisierung habe die Koalition bewiesen, dass sie auch schwierigen Themen nicht ausweiche. "Das ist etwas, was uns zusammenschweißt."

In Sachsen hatte die CDU nach der Landtagswahl 2009 eine Koalition mit der FDP gebildet. Ein neuer Landtag wird 2014 gewählt. Ob eine Fortsetzung des Bündnisses überhaupt möglich ist, ist derzeit ungewiss. Letzten Umfragen zufolge müssen die Liberalen um den Wiedereinzug in das Parlament bangen.

Tillich sagte weiter, die Koalition sei im Übrigen auch wirtschaftlich erfolgreich. Allein in den letzten Monaten hätten Unternehmen neue Investitionen in Sachsen im Volumen von mehr als drei Milliarden Euro angekündigt. Damit würden Tausende neue Stellen entstehen. "Ich kenne nicht viele Länder, die so etwas vorweisen können."

dapd