Anlagetipps der Zeitschrift "Finanztest" Keine Panik vor Inflation

Goldhändler melden Wartezeiten: Die Menschen stehen Schlange – aus Angst vor Inflation oder einer Währungs­reform. Aber schützt der Kauf von Gold wirklich vor Inflation? Sind andere Anlagen besser? Die Zeitschrift "Finanztest" hat nach­gerechnet, wie sich Gold, Aktien und Staats­anleihen seit 1970 entwickelt haben – in Zeiten hoher und niedriger Inflation.

Keine Panik vor Inflation

Das Ergebnis: Man kann sein Geld so anlegen, dass es weitgehend vor Inflation geschützt ist. Für eine langfristige Anlage empfiehlt sich ein guter Mix aus Zinsanlagen und mindestens 15 Prozent chancenreiche Anlagen wie Aktienfonds. Gold sollte nicht mehr als 10 Prozent aller riskanten Anlagen ausmachen. Wer sein Geld kurzfristig inflationssicher anlegen will, sollte ein gut verzinstes Tagesgeldkonto auswählen.

Die reale Wertentwicklung bei kurz laufenden Staatsanleihen lag auf Jahressicht am häufigsten im Plus. Einjährige sowie inflationsindexierte Staatsanleihen kann "Finanztest" momentan dennoch nicht empfehlen, weil sie zu teuer sind. Deutsche Aktien als Sachwerte entwickelten sich relativ unabhängig von der Inflationsrate und zeigen langfristig die höchsten realen Renditen, schwankten aber stark. Phasenweise noch stärker schwankte der Goldpreis. Das Edelmetall eignet sich daher nicht als sichere Anlage.

Laut "Finanztes" gibt es keinen Grund zur Panik, denn volkswirtschaftliche Indikatoren sprechen nicht für eine hohe Inflation in nächster Zeit. Anleger sollten sich deshalb von dubiosen Anbietern keine Angst einreden lassen.

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dhz