Corona-Schutz am Arbeitsplatz Keine Maskenpflicht mehr für Friseure und Kosmetiker

Nachdem die Corona-Regeln im öffentlichen Leben schon seit längerem weitestgehend passé sind, läuft heute auch die Corona-Arbeitsschutzverordnung aus. Friseure und Kosmetiker entscheiden ab jetzt ebenfalls selbst, ob sie Maske tragen wollen.

Corona-Maske
Masken werden von der BGW noch empfohlen, sind aber keine Pflicht mehr. - © Maridav - stock.adobe.com

Heute läuft die Corona-Arbeitsschutzverordnung aus. Arbeitgeber müssen den Infektionsschutz jedoch weiterhin als normalen Teil ihrer Gefährdungsbeurteilung berücksichtigen. Ein entsprechendes Vorgehen minimiere nicht nur das Risiko einer Störung des betrieblichen Ablaufs, sondern verhindere auch die Gefahr plötzlich anfallender Kosten, heißt es in einer Pressemitteilung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Keine Maskenpflicht mehr für Friseure und Kosmetiker

Parallel mit dem Ende der Verordnung hat die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ihre branchenspezifischen Arbeitsschutzstandards zurückgezogen. Auf deren Basis waren Friseure und Kosmetiker sowie einige andere Berufsgruppen noch zum Tragen einer Maske verpflichtet. Mit dem Schritt der BGW ist dies nun hinfällig.

Auch die Verpflichtung zur Erstellung eines Hygieneplans und zur betriebsbedingten Kontaktreduzierung existiert nicht mehr. Das selbe gilt für die Unterweisung zur Gesundheitsgefährdungen durch Corona sowie die verpflichtende Information der Beschäftigten über die Schutzimpfung. Gleichzeitig kippt die Möglichkeit der Arbeitnehmer, sich während der Arbeitszeit impfen zu lassen.

Dennoch sei der Schutz vor Corona am Arbeitsplatz weiterhin wichtig. Die BGW empfiehlt die Einhaltung der Basisschutzmaßnahmen, also der AHA+L-Regeln.

Vorbereiten auf nächste Welle

Die DGUV rät allen Betrieben mit Blick auf den ungewissen Jahresverlauf, sich auf eine mögliche neue Infektionswelle vorzubereiten. "Masken vorzuhalten und größere Zusammenkünfte vorausschauend zu planen sind einfache Mittel, um im Herbst gegebenenfalls schnell auf eine rasche Verschlechterung der Infektionslage reagieren zu können", so Stefan Hussy, Hauptgeschäftsführer der gesetzlichen Unfallversicherung.

Weitere Informationen kündigt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BAMS) auf seiner Website an. aul