Das Konsumklima in Deutschland stagniert. Zwar haben sich laut der GfK die Konjunktur- und Einkommenserwartungen verbessert, allerdings hat sich die Anschaffungsneigung verringert – der Konsumklimaindex für März und April geht zurück.
Keine Frühlingsgefühle beim Konsum
Das Marktforschungsinstitut GfK ermitteltefür April wie für März einen Wert von 3,2 Punkten, nachdem er im Februar noch bei 3,3 Punkten lag.
Der Arbeitsmarkt zeige sich in diesem Jahr noch erstaunlich robust, erläuterten die Forscher. Diese Stabilität in Verbindung mit den sich verstärkenden Signalen für eine Erholung der deutschen Wirtschaft lasse den Konjunkturoptimismus der Bundesbürger aktuell deutlich ansteigen. Dagegen müsse die Anschaffungsneigung geringe Einbußen hinnehmen, weise aber nach wie vor ein gutes Niveau auf. Die leichte Abschwächung im März dürfte vor allem auf die zuletzt deutlich gestiegenen Benzinpreise zurückzuführen sein.
Gute Aussichten auf Stabilisierung
Die Aussicht auf eine anhaltende Stabilisierung stehen nach Ansicht des GfK-Konsumexperten Rolf Bürkl nicht schlecht. Es zeichne sich ab, dass der Konsum mit einem blauen Auge davon kommen könnte, sagte er der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Entwarnung wollte er aber noch nicht geben. Daher bleibe die GfK bei ihrer Prognose, wonach der Konsum keinen wesentlichen Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung leisten und voraussichtlich stagnieren werde.
ddp