"Hoffnung auf eine Schlagzeile größer als die Sachkenntnis" Kein Pflegenotstand nach dem Ende des Zivildienstes

Das Bundesfamilienministerium ist Befürchtungen entgegengetreten, dass es mit dem Ende des Zivildienstes zum 1. Juli einen Pflegenotstand geben könne. Die Altenpflege in Deutschland sei so organisiert, dass sie auch ohne Zivildienstleistende auskommen könne, sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch in Berlin.

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Kein Pflegenotstand nach dem Ende des Zivildienstes

Berlin (dapd). Das Bundesfamilienministerium ist Befürchtungen entgegengetreten, dass es mit dem Ende des Zivildienstes zum 1. Juli einen Pflegenotstand geben könne. Die Altenpflege in Deutschland sei so organisiert, dass sie auch ohne Zivildienstleistende auskommen könne, sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch in Berlin. Er reagierte damit auf Berichte, wonach sich nicht genügend Bewerber für den neuen Bundesfreiwilligendienst gemeldet haben.

"Hier war die Hoffnung auf eine Schlagzeile größer als die Sachkenntnis", sagte der Sprecher. Zugleich räumte er ein, dass die Bewerberzahlen für den neuen Freiwilligendienst deutlich unter der Zielmarke von 35.000 lägen. 2011 sei diese Zahl auch nicht mehr zu erreichen, für das kommende Jahr aber sei das Ministerium zuversichtlich.

Hintergrund ist die Aussetzung des Wehrdienstes zum 1. Juli. Damit fällt auch der verpflichtende Zivildienst weg. Die Stellen sollen künftig durch Freiwillige ausgefüllt werden. Den Angaben zufolge haben mehr als 14.000 Zivis ihren Dienst über den 1. Juli hinaus freiwillig verlängert.

dapd