Zuschuss für E-Autos Kaufprämie für Elektro-Handwerkerfahrzeuge: Fragen und Antworten

Ab sofort können Handwerker einen Zuschuss für ihre neuen E-Fahrzeuge beantragen. Damit setzt die Bundesregierung einen weiteren Teil des Konjunkturpakets um. Was genau gefördert wird und wie lange der Bewerbungszeitraum ist – die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Jessica Schömburg

Handwerker, die ein E-Fahrzeug kaufen wollen, können sich für eine Förderung bewerben. - © Juergen1965 - stock.adobe.com

Handwerker, die sich ein neues, umweltfreundliches Nutzfahrzeug zulegen wollen, können eine Förderung beantragen. Das Bundesverkehrsministerium unterstützt ab sofort den Kauf batterie-elektrischer Fahrzeuge mit einer Summe von insgesamt 50 Millionen Euro.

Wer ist antragsberechtigt?

Antragsberechtigt sind Handwerksunternehmen und handwerksähnliche Unternehmen, die einen Eintrag in der Handwerksrolle oder ins Gewerbeverzeichnis nachweisen können, sowie kleine und mittlere Unternehmen nach EU-Definition.

Ausnahme: Die Förderung von Leasingunternehmen ist grundsätzlich möglich, sofern die beschafften Fahrzeuge ausschließlich an Handwerksunternehmen oder KMU verleast werden.

Die Vergabe der Fördermittel erfolgt in der Reihenfolge des Einganges der Anträge (Windhundverfahren).

Was wird gefördert, was nicht?

Gefördert werden straßengebundene Elektrofahrzeuge der europäischen Fahrzeugklassen N1, N2 und N3 gemäß Richtlinie 2007/46/EG des Europäischen Parlamentes und des Rates und die zum Betrieb benötigte Ladeinfrastruktur. Auch Handwerker, die nur ein neues E-Fahrzeug anschaffen wollen, können sich bewerben. Es gibt keine Mindestanzahl.

Nicht förderfähig sind:

  • alle Fahrzeuge, die nicht den Zulassungsklassen N1, N2 oder N3 entsprechen (z.B. Zulassungsklasse M. nicht straßengebundene Fahrzeuge)
  • Hybride (HEV)
  • Plug-In-Hybride (PHEV)
  • Fahrzeuge mit Antriebsbatterie auf Bleibasis
  • Elektrofahrräder/Pedelec

Wie viel wird pro Fahrzeug gefördert?

Die Förderquote liegt bei 40 Prozent. Wobei kleine Unternehmen einen zusätzlichen Bonus von 10 bis 20 Prozent erhalten können. Kleine Betriebe können demnach 50 bis 60 Prozent der Kosten erstattet bekommen.    

Wann kann man sich bewerben?

Der Bewerbungszeitraum ist vom 04. August bis zum 14. September.
Die Anträge sind elektronisch über das easy-Online-System und postalisch einzureichen .
Ohne die postalisch übersendete unterschriebene Version gilt der Antrag als nicht-eingegangen, da kein rechtswirksam unterschriebener Antrag vorliegt.

Weitere Informationen stehen auf der Website der Programmgesellschaft NOWGmbH und des Projektträgers Jülich zur Verfügung.

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    © Abt e-Line
    Abt eTransporter und e-Caddy

    Seit November wird von ausgewählten VW-Händlern der Caddy mit Elektroantrieb angeboten, jedoch ausschließlich im Leasing ab 293 Euro netto. Wie beim e-Transporter steuert VW nur das Grundfahrzeug bei. Elek­trifiziert wird der Antriebsstrang bei Abt e-Line. Dabei bleibt der Laderaum komplett erhalten. Die Reichweite liegt bei 159 km. Außerdem bietet VW mit e-Charge-Karte oder -App bargeldlosen Zugang zu einem Netz aus Ladesäulen. Die jährliche Grundgebür von 60 Euro will VW bei Neukunden für zwei Jahre übernehmen.
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    © Fiat Professional
    Fiat Ducato Electric

    Sein erstes Elektrofahrzeug will Fiat Professional zur IAA in Hannover vorstellen. Schon jetzt betont der Hersteller aber, dass an den Tugenden des Ducato auch durch den Elektroantrieb nicht gerüttelt werden soll. So werde der E-Ducato das gleiche Laderaumvolumen (10 bis 17 m3) und die gleiche Nutzlast (bis zu 1.950 kg) bieten wie die Modelle mit Verbrennungsmotor. Je nach Einsatzzweck können verschiedene Batterieoptionen gewählt werden, die Reichweiten von 220 bis 360 km erlauben. Die Höchstgeschwindigkeit wird dafür auf 100 km/h begrenzt.
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    © Ford
    Ford Transit Custom PHEV

    Lokal emissionsfrei, ohne Reichweitenangst auf Überlandfahrten. Mit dieser Begründung wurde der Plug-in-Hybrid als „Van of the Year 2020“ ausgezeichnet. Ford setzt als erster Hersteller von Transportern auf die Hybrid-Technologie, die beim Transit Custom PHEV eine Gesamtreichweite von rund 500 km möglich macht. Wann das Fahrzeug mit Lkw-Zulassung lieferbar ist, lässt sich schwer sagen. Laut Ford kann es schon bestellt werden. Ein Bestatter aus Baden-Württemberg wurde hingegen auf das zweite Halbjahr 2020 vertröstet.
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    © Iveco
    Nikola TRE

    Die Nikola Motor Company aus Arizona will zusammen mit Iveco den Schwerlastverkehr in Europa elektrifizieren. Als erstes Modell soll zur nächsten IAA in Hannover der Nikola TRE vorgestellt werden, der auf dem Iveco S-Way basiert. Die 4x2-Sattelzugmaschine kommt auf eine Reichweite von 400 km und wird als zwei- bzw. dreiachsige Version mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 18 bis 26 t erhältlich ab 2021 sein. Schon zwei Jahre später soll dann der Nikola TRE mit Brennstoffzellentechnologie verfügbar sein.
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    E-Transporter an der Ladesäule
    © MAN
    Fast jeder zweite Handwerksbetrieb nutzt schon Elektrofahrzeuge, aber von einem Durchbruch der Elektromobilität kann noch keine Rede sein.
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    © Daimler
    Mercedes-Benz e-Sprinter

    Mitte Dezember begann in Düsseldorf die Serienproduktion für den Elektro-Sprinter, den Mercedes zu- nächst als Kastenwagen mit Hochdach in zwei Batteriekonzepten anbietet. Wer mit 890 kg Zuladung auskommt, kann eine Batteriekapazität von 55 kWh wählen und damit eine Reichweite von 168 km erzielen. Alternativ bietet Mercedes den e-Sprinter mit 35 kWh und einer Nutzlast von 1.040 kg. Die Reichweite sinkt dann auf 115 km. Bis 2022 soll die gesamte Transporterproduktion bei Daimler CO2-neutral sein, Strom nur aus regenerativen Quellen fließen.
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    Opel Vivaro-e

    Nach Ampera-e und Corsa-e beginnt Opel im nächsten Jahr auch seine Nutzfahrzeugflotte zu elektrifizieren. Als erstes Modell soll der Vivaro-e an den Start gehen, der auf der variablen EMP2-Plattform basiert. Diese Plattform des PSA-Konzerns erlaubt den Einbau von konventionellen wie elektrischen Antrieben. Zur Auswahl stehen beim Vivaro-e zwei Batteriegrößen (50 und 75 kWh), die Reichweiten zwischen 200 und 300 km ermöglichen. Bis 2024 soll für die gesamte Opel-Flotte eine batterie-elektrische Alternative zu den Verbrennern verfügbar sein.
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    Renault Master Z.E. Hydrogen

    Von 120 auf 350 km steigt die Reichweite des Master Z.E. durch den Einsatz einer Brennstoffzelle, die mit Wasserstoff befeuert wird. Das Tanken des Wasserstoffs dauert laut Renault zehn Minuten. Die Brennstoffzelle schaltet sich automatisch zu, sobald der Ladezustand der Batterie bei 80 Prozent ihrer Kapazität liegt. Bei kalter Witterung sorgt die Abwärme der Brennstoffzelle dafür, dass sowohl die Kabine beheizt wird als auch die Batterie, so dass kaum Reichweite verloren geht. Der Master Z.E. Hydrogen soll 2020 auf den Markt kommen.
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    Streetscooter Work und Work L

    Im Oktober hat die Post-Tochter eine neue Generation ihrer Gewerbemodelle vorgestellt. Überarbeitet wurden unter anderem der Kofferaufbau, in dem jetzt bis zu vier Europaletten Platz finden. Die Nutzlast steigt auf rund 1.000 kg. Auch schneller soll der Work werden und das nicht nur bei der Höchstgeschwindigkeit, die auf 120 km/h steigt. Dank der besseren Ladeleistung von 11 kW sind die Fahrzeuge bereits nach rund 3,5 h zu 80 Prozent geladen. Eine Klimaanlage und das automatische Notrufsystem e-Call gehören neuerdings zur Serienausstattung.
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    Tesla Cybertruck

    Der Lotus Esprit aus dem James-Bond-Film „Der Spion, der mich liebte“ soll für das Design von Teslas Elektro-Pick-up Pate gestanden haben. Grund für die eckige Form ist jedoch das Material. Denn der 30fach kaltgewalzte Edelstahl für die Außenhaut lässt sich nicht biegen, wie Tesla-Chef Elon Musk bei der Premiere seines ersten Nutzfahrzeugs erklärte. Die Reichweite soll je nach Motorvariante zwischen 400 und 800 km liegen. Produktionsstart ist für 2022 avisiert. Aber reservieren kann man den Cybertruck schon jetzt, für lediglich 100 Euro.