Nach dem Preissturz im Jahr 2009 erzielen die deutschen Bauern wieder höhere Preise für ihre Produkte, müssen aber mit steigenden Kosten etwa für Futtermittel und Sprit rechnen. Das geht aus dem Agrarbericht 2011 hervor, denn das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin verabschiedete.
Kabinett verabschiedet Agarbericht
Berlin (dapd). Nach dem Preissturz im Jahr 2009 erzielen die deutschen Bauern wieder höhere Preise für ihre Produkte, müssen aber mit steigenden Kosten etwa für Futtermittel und Sprit rechnen. Das geht aus dem Agrarbericht 2011 hervor, denn das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin verabschiedete.
Der Bericht zeige, dass die Landwirtschaft die Wirtschaftskrise 2008/2009 hinter sich gelassen habe und sich die wirtschaftliche Lage der Unternehmen wieder bessere. "Weltweit ist eine steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln und nachwachsenden Rohstoffen zu verzeichnen", sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU).
Preisschwankungen und voraussichtlich steigende Produktionskosten dämpften aber die Erwartungen ebenso wie verschlechterte Ernteprognosen aufgrund der anhaltenden Trockenheit. "Damit wird am Ende der Einkommenseffekt nicht so hoch ausfallen wie wir uns das wünschen", sagte Aigner.
Die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte sind demnach 2010 nach ersten Schätzungen um 20 Prozent gestiegen. 2009 waren sie allerdings um rund 27 Prozent abgestürzt. Dabei gab es dem Bericht zufolge aber deutliche Unterschiede: Ackerbaubetriebe verzeichneten 2008/09 ein Spitzenjahr, im Wirtschaftsjahr 2009/10 führten stark gesunkene Getreidepreise dagegen zu einem Gewinnrückgang von fast 25 Prozent. Die Milchbetriebe haben dagegen nach starken Einkommensschwankungen eine "aktuell positive Tendenz".
Nach dem Bericht gibt es derzeit in Deutschland schätzungsweise 300.700 landwirtschaftliche Betriebe. Gegenüber der Agrarstrukturerhebung 2007 ging die Zahl der Betriebe um jährlich 2,2 Prozent oder insgesamt 20.900 zurück. Haupt- und nebenberuflich waren 2010 rund 1,1 Millionen Menschen in der Landwirtschaft tätig. Ihre Zahl ging jährlich um etwas weniger als zwei Prozent zurück, was dem Bericht zufolge weniger war als im Durchschnitt früherer Jahre.
dapd
