Studie zu privaten Finanzen Junge Bevölkerung spart am meisten

Eine repräsentative Studie des Bundesverbands deutscher Banken e. V. (BdB) kommt zu einem überraschenden Ergebnis. Demnach sparen junge Menschen in Deutschland mehr als die Gruppe der über 60-Jährigen.

Steffen Guthardt

Bewährtes Anlagemodell: Jeder zweite Bundesbürger hat ein Sparbuch. - © Fotolia

Die aktuelle Umfrage des BdB zeigt, dass insbesondere die Gruppe der 25- bis 29-Jährigen regelmäßig Geld auf die Seite legt. Ob für Altersvorsorge, größere Anschaffungen oder Notfälle – 74 Prozent dieser Altersgruppe gaben an, sich schon jetzt um ein finanzielles Polster zu kümmern. Bei den 18- bis 24-Jährigen sind es immerhin noch zwei Drittel. Hingegen gab in der Gruppe der über 60-Jährigen nicht einmal jeder Zweite (48 Prozent) an, regelmäßig zu sparen. Ein Drittel der Befragten dieser Altersgruppe gab sogar an, überhaupt nicht zu sparen.

Große Unterschiede zeigt die Studie auch in Bezug auf die Höhe der regelmäßigen Sparbeträge. Jeder Dritte (34 Prozent) Bundesbürger spart monatlich zwischen 50 und 200 Euro. Immerhin jeder Vierte gibt an,  200 bis 500 Euro pro Monat auf die Seite zu legen. 10 Prozent der Befragten stellen monatlich sogar über 500 Euro zurück.

Sicherheit an erster Stelle

Bei den Sparmotiven steht die eigene finanzielle Absicherung mit Abstand an erster Stelle. 60 Prozent der Befragten ist dieser Faktor am wichtigsten. Die Verfügbarkeit liegt mit 22 Prozent auf Platz zwei, gefolgt von dem Wunsch nach Rendite (15 Prozent). Die Mehrheit der Befragten (30 Prozent) legt ihr Geld fürs Alter zurück. Für größere Anschaffungen oder für Notfälle sparen jeweils 27 Prozent.

Doch wie wird das Geld angelegt? Das gute alte Sparbuch ist trotz seiner vergleichsweise niedrigen Verzinsung immer noch höchst beliebt in der Bevölkerung – jeder Zweite spart auf diesem Weg. Aber auch Tages- und Festgeld haben sich etabliert. 49 Prozent der sparenden Bundesbürger verfügen über ein entsprechendes Konto. Zwei von fünf Befragten verfügen über einen Bausparvertrag. Indes stehen Aktien- und Investmentfonds weniger hoch im Kurs. 28 Prozent bedienen sich dieser Anlagemethode.