Ausbildung Jugendliche bewerben sich lieber analog als digital

Plattformen wie Facebook und Google+ sind für Jugendliche inzwischen auch zu einer wichtigen Anlaufstelle bei der Jobsuche geworden. Die klassische Bewerbung per Post haben sie aber noch nicht verdrängt.

Facebook & Co. werden nicht mehr nur genutzt, um sich mit seinen Freunden auszutauschen oder Unterhaltungsangebote abzurufen, sondern sind zu einer wichtigen Quelle für die Stellensuche geworden. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage der Managementberatung Kienbaum hervor, an der 1.200 Personen zwischen 14 und 20 Jahren teilnahmen.

60 Prozent der Jugendlichen gaben an, sich schon einmal in sozialen Netzwerken über einen potentiellen Arbeitgeber informiert zu haben. Insgesamt 90 Prozent der Befragten verwenden bei der Jobsuche das Internet im Allgemeinen, 80 Prozent recherchieren über Suchmaschinen wie Google und Bing. Auch Erfahrungsberichte und Foreneinträge anderer Azubis sind gefragt (53 Prozent).

Arbeitgeber sind Jugendlichen voraus

Trotz des Hypes um die neuen Suchmöglichkeiten im Internet haben für die Bewerbung selbst die klassischen Methoden noch lange nicht ausgedient. So bewerben sich sieben von zehn Jugendlichen immer noch lieber mit einer Papiermappe über den klassischen Postweg als per E-Mail. Umso erstaunlicher, da die Arbeitgeber selbst hier schon einen Schritt weiter scheinen. Viele Unternehmen lehnen inzwischen die klassische Bewerbungsmappe ab, um sich Verwaltungsaufwand und –kosten zu sparen. sg/dapd