Wenn Betriebe offene Stellen besetzen wollen, dann suchen sie in der Regel auf mehreren Wegen parallel nach neuen Mitarbeitern, etwa über Zeitungsinserate und das Internet. Nicht zu unterschätzen ist auch die Suche über persönliche Netzwerke, vor allem in Kleinstbetrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern.

Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) hat Unternehmen zu den meist genutzten und erfolgreichsten Suchwegen bei der Personalrekrutierung befragt.
Die häufigsten Wege der Personalsuche in Deutschland sind:- Kontakte zur Arbeitsagentur
- Stellenangebote im Internet
- Anzeigen in Zeitungen oder Zeitschriften
- Nutzung persönlicher Kontakte
- Auswahl aus Initiativbewerbungen
- interne Stellenausschreibungen.
Rund 90 Prozent aller Neueinstellungen im Jahr 2010 kamen auf diesen Wegen zustande.
Die Suche über das Internet verzeichnet dabei die geringste Erfolgsquote, Zeitungsinserate führen in knapp 56 Prozent zu einer Einstellung. Am erfolgreichsten ist die Suche über persönliche Netzwerke, etwa über das Umhören im eigenen Bekanntenkreis oder Empfehlungen aus der Belegschaft. In zwei von drei Fällen, in denen über diese Kanäle gesucht wurde, kam es zur Stellenbesetzung (62,7 Prozent). Nach Aussage der Autoren würde dies zeigen, dass Arbeit in hohem Maße Vertrauensgut sei.
Enge Bindung zwischen Mitarbeitern
Unterschiede in den Such- und Besetzungswegen lassen sich je nach Betriebsgröße feststellen. In Kleinstbetrieben mit weniger als 10 Mitarbeitern entfällt der mit Abstand größte Anteil der Neueinstellungen auf die Nutzung von persönlichen Netzwerken (46,6 Prozent), gefolgt vom Kontakt zur Arbeitsagentur und Zeitungsinseraten. Der Weg über persönliche Netzwerke sei hier besonders wichtig, da die Bindungen zwischen den Beschäftigten entsprechend enger seien.
Großbetriebe mit mehr als 500 Mitarbeitern suchen dagegen auf deutlich mehr Wegen. Dort kommen die meisten Neueinstellungen mit knapp 33 Prozent über Angebote im Internet zustande. Auch der interne Stellenmarkt spielt bei großen Betrieben eine wichtige Rolle, persönliche Netzwerke kommen dagegen nur auf elf Prozent.
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung erhebt jährlich das Gesamtwirtschaftliche Stellenangebot. Die befragten Betriebe gaben auch Auskunft über betriebliche Prozesse bei der Stellenbesetzung. dhz