Wieder mal droht mit der Wahl in NRW eine Schicksalswahl, die ultimative Entscheidung über die "Zukunft Deutschlands". Mehr noch: "Das Vertrauen auf die Reformfähigkeit" steht auf dem Spiel und der Glaube in die "Leistungskraft". Quergedacht von Roman Leuthner

Jeanne d’Arc trifft Schwarzenegger
Die Landtagswahl im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen lässt das Herz aller Werbematadoren, Politstrategen, parlamentarischen Schlachtenplaner und Propagandisten seit geraumer Zeit schon höherschlagen. Und nun geht es wirklich um die Wurst: Fällt NRW und damit ganz Deutschland, denn um nichts weniger geht es an Rhein und Ruhr, ins finstere Mittelalter zurück, wo SED-Schergen brave Marktwirtschaftler auf dem Scheiterhaufen brieten, oder umgekehrt, wo schwarze Hexenmeister sozialdemokratische Ideen und Prinzipien teerten und federten? Das sind die wirklich drängenden Fragen, die wahren Hintergründe, über die am kommenden Sonntag entschieden wird.
Schwarz-Gelb, Rot-Grün – oder gar Schwarz-Grün? Alles ist drin in der Schlacht ums Düsseldorfer Landesparlament. Allein, es geht ums Leben!
Dabei ist das Papier, das zwischen beide passen mag – Hannelore Kraft, die Jeanne d’Arc vom Rhein, und Jürgen Rüttgers, der schreckliche Terminator im Format eines Schwarzenegger –, hauchdünn. Die "Schicksalsentscheidung" besteht darin, dass es keiner Entscheidung bedarf. Die Zukunft dürfte es kaum berühren.