Statistisches Bundesamt Jahresteuerung im Juni auf höchstem Stand seit Dezember 1993

Der Verbraucherpreisauftrieb in Deutschland hat sich im Juni angesichts der anhaltenden Energieverteuerung abermals verstärkt.

Jahresteuerung im Juni auf höchstem Stand seit Dezember 1993

Wie das Statistische Bundesamt vorläufig und auf Basis von Daten aus sechs Bundesländern mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise gegenüber Mai um 0,3 Prozent und lagen damit auf Jahressicht um 3,3 Prozent höher. Die Jahresteuerungsrate erreichte damit den höchsten Stand seit Dezember 1993.

Die Entwicklung entsprach allerdings weitgehend den Erwartungen von Bankvolkswirten. Im Mai waren die Preise um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen.

Die Zunahme der Jahresteuerung ergab sich den Statistikern zufolge vor allem aufgrund des weiteren Anstiegs der Preise für Heizöl und Kraftstoffe. Je nach Bundesland verteuerte sich Heizöl gegenüber Mai zwischen 3,0 und 7,2 Prozent. Auf Jahressicht lagen die entsprechenden Preise um 57,3 beziehungsweise 69,3 Prozent höher. Die Kraftstoffpreise stiegen auf Monatssicht um 1,8 bis 3,2 Prozent und lagen damit im Jahresvergleich um 14,3 bis 16,4 Prozent höher. Die Preise für Diesel zogen dabei besonders stark an, auf Jahressicht belief sich die entsprechende Verteuerung auf bis zu 32 Prozent.

Moderater fiel dagegen im Juni die Entwicklung der Nahrungsmittelpreise aus: Hier bewegten sich die Preise gegenüber Mai zwischen minus 0,2 und plus 0,7 Prozent. Im Jahresvergleich waren Nahrungsmittel im Durchschnitt zwischen 7,0 und 8,8 Prozent teurer. Die endgültigen Preisdaten für Juni sollen am 16. Juli vorgelegt werden.

ddp