Iveco rüstet seinen Transporter für das neue Modelljahr digital auf. Leichtere Federn sollen zudem die Nutzlast des Iveco Daily erhöhen. Die bisher bekannten Details.

Iveco verpasst seinem Transporter eine Frischzellenkur. Für das Modelljahr 2024 haben die Italiener den Daily stärker vernetzt, mit einem neuen Armaturenbrett ausgestattet und den Service verbessert. Zudem soll eine neue Querblattfeder die Nutzlast erhöhen.
Die neue Feder besteht aus einem Komposit-Material, das deutlich leichter ist als Stahl. Der Verbundwerkstoff verfügt über eine hohe Bruchfestigkeit bei hoher Elastizität, versichert Iveco. Die neue Querblattfeder kommt bei allen einzelbereiften Versionen an der Vorderachse zum Einsatz und ist optional für die Hinterachse verfügbar. Wie stark sich das exakt auf die Zuladung auswirkt, hat Iveco jedoch noch nicht bekannt gegeben.
Schale für kabelloses Laden
Das neue Armaturenbrett mit vielen offenen Ablageflächen wurde für den verstärkten Einsatz mobiler Endgeräte angepasst, für die es spezielle Fächer gibt. Eine neue Ladeschale ermöglicht kabelloses Aufladen, zudem gibt es neue USB-Anschlüsse für Typ A und C. Für das 10,25 Zoll große Display stehen drei Anzeigen zur Verfügung, zwischen denen der Fahrer über das Multifunktionslenkrad hin- und herschalten kann.
In das Infotainmentsystem wurde der sogenannte Iveco-Driver-Pal integriert, über den sich per Sprachbefehl Klimaanlage, Beleuchtung oder Fensterheber bedienen lassen. Um die beste Route zu planen, steht der Live-Navigationsdienst von Tom-Tom zur Verfügung.
Teilautomatisiertes Fahren erhöht Komfort
Mit Funktionen für das teilautomatisierte Fahren soll sich der Komfort für den Daily-Fahrer weiter erhöhen. So sorgt der "Traffic Jam Assist" dafür, dass der Transporter automatisch im Verkehrsfluss mitschwimmt. Der Daily wird automatisch in der Mitte der Spur gehalten und passt sich an die Geschwindigkeit des vorausfahrenden Fahrzeugs an, auch wenn der Vordermann bremst. Bei schnellen Kurvenfahren reduziert die Automatik bei Bedarf die Geschwindigkeit. Weitere Assistenzsysteme warnen vor Fahrzeugen im toten Winkel oder vor dem Öffnen der Türen, wenn sich etwa von hinten ein Fahrradfahrer nähert.
Wie Iveco weiter mitteilt, sei der Daily das erste leichte Nutzfahrzeug, bei dem sich die Türen komplett freihändig ver- und entriegeln lassen. Über die Möglichkeit von Over-the-Air-Updates würden zudem die Zahl der Werkstattbesuche reduziert.
Über die gesamte Modellpalette hinweg wird der Daily auch mit Elektro- sowie Erdgasantrieb angeboten. Zu Preisen für den neuen Daily hat sich Iveco noch nicht geäußert.