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Umsatzsteuer Ist-Versteuerung: Umsatzgrenze steigt

Erst dann Steuer zahlen, wenn der Kunde die Rechnung gezahlt hat. Nach diesem Prinzip funktioniert die sogenannte Ist-Versteuerung. Ab 2020 können sie mehr Unternehmen nutzen. Die Umsatzgrenze steigt um 100.000 Euro.

Buchführungspflichtige Unternehmen müssen eigentlich die Umsatzsteuer jeder Rechnung, die sie stellen, vorfinanzieren. Denn die Steuer wird schon dann fällig, wenn der Unternehmer für eine Ware oder eine Dienstleistung eine Rechnung schreibt und nicht erst, wenn der Kunde die Rechnung bezahlt.

Dieses Verfahren der sogenannten Soll-Besteuerung kann auf Antrag aber in die Ist-Versteuerung umgewandelt werden. Damit kommen Betriebe, die lange warten und mehrere Mahnungen schicken müssen, bis der Kunde bezahlt, nicht mehr so schnell in finanzielle Nöte.

Voraussetzung allerdings: Unternehmen sind nur dann zur Ist-Besteuerung berechtigt, wie sie unterhalb einer bestimmten Umsatzschwelle liegen. Lag diese Umsatzgrenze bislang bei 500.000 Euro, so steigt sie ab dem kommenden Jahr auf jährlich 600.000 Euro an. Das hat der Bundestag beschlossen. dpa

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