Der umstrittene Islam-Prediger Abu Ameenah Bilal Philips ist nach einer Kundgebung in der Innenstadt von Frankfurt am Main aus Deutschland ausgewiesen worden. Dem als Hassprediger kritisierten Philips sei nach seinem Auftritt bei der Veranstaltung am Mittwochabend eine Ausweisungsverfügung übergeben worden, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.
Islam-Prediger Philips aus Deutschland ausgewiesen
Frankfurt/Main (dapd-hes). Der umstrittene Islam-Prediger Abu Ameenah Bilal Philips ist nach einer Kundgebung in der Innenstadt von Frankfurt am Main aus Deutschland ausgewiesen worden. Dem als Hassprediger kritisierten Philips sei nach seinem Auftritt bei der Veranstaltung am Mittwochabend eine Ausweisungsverfügung übergeben worden, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Seit der Zustellung dieser Verfügung habe Philips, dem unter anderem vorgeworfen wird, die Todesstrafe für Homosexuelle gefordert zu haben, drei Tage Zeit, Deutschland zu verlassen. Sollte er dem nicht nachkommen, könne er festgenommen und abgeschoben werden.
Der Kanadier Philips war auf der Kundgebung am Mittwoch neben dem deutschen Konvertiten Pierre Vogel als Redner aufgetreten. Vogel wird vorgeworfen, zur Radikalisierung junger Muslime beizutragen und zu Hass sowie Gewalt aufzurufen. In seiner Rede wies er diese Vorwürfe zurück. Die Veranstaltung am Abend besuchten rund 1.500 Menschen.
Das von der Stadt am Dienstag verhängte Kundgebungsverbot der Stadt hatte das Verwaltungsgericht Frankfurt am Mittwochmittag aufgehoben und die Kundgebung unter Auflagen erlaubt. Die Beschwerde der Stadt Frankfurt gegen das Urteil wies der Hessische Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel kurz vor 18.00 Uhr mit der Begründung zurück, die erlassenen Auflagen reichten aus, um die Sicherheit zu gewährleisten.
dapd
