Halle C2 für Fachbesucher Internationale Handwerksmesse: Eine ganze Halle für Fachbesucher

Eine ganze Halle nur für Fachbesucher: Das ist neu auf der Internationalen Handwerksmesse in München vom 13. bis 17. März. Das Angebot in Halle C2 ist speziell auf Handwerker ausgerichtet.

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    © Markus Vögele
    Ein Balkongeländer aus Metall gefertigt von der Kunstschmiede Vögele.
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    © Rock-Design
    Ein Messerblock entworfen von Sebastian Höhn von Rock-Design.
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    © Klemens Grund
    Ein Klappstuhl von Designer Klemens Grund.

Das Angebot der Halle C2 ist ganz auf Fachbesucher ausgerichtet. Wie schon in den vergangenen Jahren präsentieren sich Vorzeigebetriebe auf der Sonderausstellungsfläche "Land des Handwerks". Getreu dem Messemotto "Ist das noch Handwerk" zeigen auf der gleichnamigen Fokusfläche Handwerksbetriebe, wie die Zukunft in diesem Wirtschaftszweig aussehen kann. Ebenfalls in Halle C2 werden bei der Sonderschau "Innovation gewinnt" Erfindungen aus dem Handwerks und für das Handwerk vorgestellt. Weitere Highlights in der Halle sind die Sonder- und Aktionsschau "YoungGeneration" und die Leistungsschau "AutoBerufeAktuell" sowie die Sonderfläche "Treffpunkt Handwerk" und das Forum "Digitalisierung praktisch gestalten".

Unter anderem stellen in Halle C2 im "Land des Handwerks" und auf der Sonderausstellungsfläche "Ist das noch Handwerk?" aus:

Kunstschmiede Vögele

Markus Vögele führt die Kunstschmiede Vögele in der 3. Generation. Der Familienbetrieb in Riedhausen am Staffelsee kombiniert alte Schmiedekunst und modernes Metallhandwerk. Feuer und Amboss ergänzen sich also mit Wasserstrahl- und Laserschneiden. Markus Vögele und seine Mitarbeiter arbeiten mit Schmiedeeisen und -bronze, Edelstahl, Messing, Bronze- und Metallguß. Dabei kommt das Schmiedehandwerk aber längst nicht nur bei Arbeiten in alten Gebäuden zum Einsatz, sondern auch im Bereich des modernen Wohndesigns. Auf der Sonderausstellungsfläche "Land des Handwerks" zeigt die Kunstschmiede Vögele eine Rundbogentüre, eine Gartentüre, zwei Muster eines Treppengeländers sowie Metallskulpturen.

Informationen unter kunstschmiede-voegele.de .

Klemens Grund

In seiner Werkstatt in Weil am Rhein arbeitet der Tischlermeister und studierte Designer Klemens Grund an Prototypen und Maßstabsmodellen. "Natürlich arbeite ich auch viel mit dem Computer, zeichne mit einem CAD-Programm, letztlich muss ich meine Arbeit aber immer am realen Modell überprüfen." Auf der Sonderausstellung "Ist das noch Handwerk?" stellt Klemens Grund einige von ihm entworfene Möbel aus: einen Klappstuhl, der beim Möbelhersteller Tecta verlegt wird. "Der hätte das Zeug zum Klassiker, wir zeigen ihn in neuer Ausführung in Nussbaum." Außerdem ein Regalsystem aus Faserzementplatten, welches unabhängig von einer Wand aufgestellt und mit Korpuselementen ausgestattet werden kann sowie den Stuhl "Monk", bei dem sich unter der Sitzfläche eine Stauraum verbirgt. Und "Ist das noch Handwerk?", wenn der Designer nicht selbst an der Werkbank steht. Da, so Klemens Grund, stellt sich die Frage "Was ist Handwerk überhaupt?" Die Antwort des Designers: Entscheidend ist, mit welcher Leidenschaft jemand die Dinge betreibt. Wer bereit ist sein Talent, seine Fähigkeiten, seine Erfahrungen, seine Sorgfalt und seine Lebenszeit zu investieren, um Produkte herzustellen, der gibt dem Produkt auch einen Eigenwert. Das ist Handwerk.

Informationen unter klemensgrund.de .

Rock-Design

"Ich versuche keinen Abfall zu produzieren", sagt Sebastian Höhn, Steinmetz, Steinbildhauer und staatlich geprüfter Steintechniker. Seine Devise ist Upcycling. Das heißt, er verarbeitet Grabsteine von Gräbern, die nach Jahrzehnten auf dem Friedhof aufgelöst werden. "Diese Steine werden mit großem Aufwand aus der ganzen Welt herangekarrt, um irgendwann zu Schotter zermahlen zu werden." Viel zu schade findet Sebastian Höhn. Er schleift aus den alten Steinen beispielsweise Waschbecken oder Weinständer. So muss er in seinem Coburger Betrieb kaum Material zukaufen und auch eine Schuttmulde sucht man bei ihm vergeblich. "Ich muss nur ab und zu ein paar Eimer entsorgen." Seine Kunden haben mit den Werkstücken aus alten Grabsteinen kein Problem. "Sie verstehen das, wenn ich es ihnen erkläre." Auf der Sonderausstellungsfläche "Land des Handwerks" zeigt Sebastian Höhn unter anderem ein Waschbecken mit fluoreszierenden Pigmenten, das im Dunkeln leuchtet, sowie von ihm selbst entworfene Messerblöcke aus Marmor-, Granit- und Kalkstein.

Informationen unter rock-design-coburg.de .

Alle Informationen rund um die Internationale Handwerksmesse unter ihm.de .