Netzwerke, Förderprogramme, Mentorinnen, Nachfolge-Hilfe – die Angebote für Frauen im Handwerk sind zahlreicher als viele denken. Diese Anlaufstellen sollten Sie kennen.

Regionale Angebote
In ganz Deutschland gibt es regionale Angebote, Initiativen und Netzwerke für Frauen im Handwerk. Immer mit dem Ziel, diese zu fördern und zu unterstützen. Es lohnt sich, mit Ihrer Handwerkskammer Kontakt aufzunehmen und nachzufragen, welche Projekte und Initiativen es vor Ort gibt. Denn viele Handwerkskammern bieten auf Frauen zugeschnittene, vielfältige Angebote wie Veranstaltungen, Seminare, Netzwerktreffen, Mentoring-Programme und individuelle Beratung.
Einige Beispiele (Auszug)
Das Land Baden-Württemberg förderte etwa das Projekt "Frauen im Handwerk", für das sich Handwerk BW und die baden-württembergischen Handwerkskammern engagieren.
>> Handwerkskammer Freiburg: Mentorinnen-Netzwerk
>> Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main: WerkH
>> Handwerkskammer Halle (Saale): Frauen im Handwerk
>> Handwerkskammer für Oberfranken: Frauen im Handwerk
FRAUEN unternehmen
Eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, um mehr Frauen zu ermutigen, den Weg der Selbstständigkeit oder der Gründung zu gehen.
Mehr Unternehmerinnen für den Mittelstand
"Mehr Unternehmerinnen für den Mittelstand" ist ein Aktionsplan von Bundes- und Landesministerien, Wirtschaftsverbänden und weiteren Akteuren auf Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE). Verschiedene Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass mehr Frauen in Deutschland ein Unternehmen gründen oder eine Unternehmensnachfolge antreten.
Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH)
Der Bundesverband der Unternehmerfrauen (UFH) wurde vor 50 Jahren als Netzwerk gegründet, in dem sich Ehefrauen von Handwerksunternehmern weiterbilden und austauschen konnten. Ausgerichtet war der Verband zur damaligen Zeit auf die "klassische" Unternehmerfrau. Dies hat sich mittlerweile grundlegend geändert. Netzwerk, Erfahrungsaustausch und Bildungsangebote sind zwar immer noch fester Bestandteil der UFH, doch inzwischen hat sich der Verband zu einer Heimat für alle Frauen im Handwerk entwickelt und darüber hinaus zu einem politischen Sprachrohr. Die UFH setzen sich für Themen wie Gleichberechtigung, Mutterschutz und Altersvorsorge, aber auch Bürokratieabbau und Inklusion ein. "Wir wollen das Handwerk nach vorne bringen und etwas verändern", sagt die Bundesvorsitzende Katja Lilu Melder. "Frauen brauchen die gleichen Rahmenbedingungen wie Männer." Auch die Gleichstellung von Bildungsabschlüssen und barrierefreie Berufsschulen sind dem Verband ein Anliegen.
>> Zur Webseite des Bundesverbandes der Unternehmerfrauen im Handwerk
Frau-Handwerk-Nachfolge
Dieses Projekt der "bundesweiten gründerinnenagentur bga" will Frauen fördern, die einen Handwerksbetrieb übernehmen wollen.
Girls’Day
Seit 25 Jahren gibt es den Girls‘Day, ein bundesweites Projekt zur Berufsorientierung von Mädchen. Das Handwerk öffnet an diesem Tag seine Werkstätten, damit Mädchen handwerkliche Berufe ausprobieren und kennenlernen. Der nächste Girls‘Day steht schon fest: 22. April 2027.
Bündnis für Frauen in Mint-Berufen
Mehr als 380 Organisationen wollen gemeinsam Frauen für Mint-Berufe, also Mathematik, Naturwissenschaft, Technik und Informatik, begeistern und gewinnen.
>> Zum Bündnis
Erfolgsfaktor Familie
Das Unternehmensprogramm für die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf direkt im Betrieb.
>> Zur Webseite
ElektroHeldinnen
Das Online-Netzwerk setzt sich für mehr Frauen, Sichtbarkeit, Austausch und Vielfalt in der Elektrobranche ein.
empower Girl
Eine Praktikumsbörse für Schülerinnen speziell im Bereich Mint-Berufe.
Klischee frei
Junge Menschen sollen frei von Geschlechterklischees ihre Berufswahl treffen können, so die Initiative.
MY TURN - Frauen mit Migrationserfahrung starten durch
Das Förderprogramm des Europäischer Sozialfonds für Deutschland (ESF) wendet sich mit Unterstützungs- und Qualifizierungsmaßnahmen an Frauen mit Migrationserfahrung.
>> Zur Webseite