Gut 80 Prozent der deutschen Spitzenökonomen glauben, dass sich die Rohstoffpreise auf dem jetzigen Niveau stabilisieren und nicht weiter steigen. Dies dürfte auch für nachhaltige Entspannung bei den Preisen und somit für einen geringeren Inflationsdruck führen.
Inflationsdruck sinkt
"Bis zum Jahresende wird es nicht noch einmal zu einem so deutlichen Anstieg der Rohstoffpreise kommen", sagte Bert Rürup, ehemaliger Vorsitzender des Sachverständigenrats und nun Chef der Beratungsfirma MaschmeyerRürup. Teilweise sei der Anstieg auf reine Spekulation zurückzuführen gewesen. "Zum anderen haben wir aber auch nur einen Aufholeffekt nach der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise gesehen", glaubt Rürup. So notiere der Barrelpreis für Öl weiterhin noch unter dem Höchststand aus dem Sommer des Jahres 2008.
Dieser Aufholeffekt dürfte nach Ansicht der Konjunkturexperten in den kommenden Monaten an Kraft verlieren - was die Entspannung bei den Preisen zur Folge haben dürfte. Knapp die Hälfte der befragten Konjunkturprofis glaubt, dass die Dynamik des globalen Aufschwungs ihren Höhepunkt überschritten hat und jetzt über längere Zeit spürbar schwächer sein wird. Lediglich drei der 17 Befragten rechnen damit, dass sich der Aufschwung quasi ungebremst fortsetzt.
dapd