Verbraucherpreise Inflation auf Tiefstand

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im April 2013 gegenüber dem Vorjahr nur um 1,2 Prozent erhöht. Die Inflation liegt damit nach Angaben des Statistischen Bundesamts auf dem tiefsten Stand seit Herbst 2010. Vor allem die sinkenden Preise für Sprit und Heizöl wirken sich positiv aus.

© Quelle: Destatis

Die Inflationsrate – gemessen am Verbraucherpreisindex – hat sich weiter abgeschwächt. Im März dieses Jahres lag sie noch bei 1,4 Prozent und erreichte nun 1,2 Prozent. Eine niedrigere Teuerungsrate wurde laut der Behörde zuletzt im August 2010 mit 1,0 Prozent ermittelt. Im Vergleich zum Vormonat März 2013 sank der Verbraucherpreisindex im April 2013 um 0,5 Prozent.

Als Dämpfer wirkte hierbei vor allem die Preisentwicklung bei Mineralölprodukten. Im April 2013 sanken die Preise dafür gegenüber April 2012 um 6,3 Prozent (davon Kraftstoffe: - 6,0 Prozent; leichtes Heizöl: - 7,4 Prozent). Doch während die Mineralölpreise sanken, stiegen die Kosten für andere Haushaltsenergieprodukte teilweise erheblich. So wurde Strom um rund 12,4 Prozent teurer. Energie verteuerte sich insgesamt im April 2013 gegenüber April 2012 um 0,4 Prozent. 

Fleisch und Brot sind teurer

Erhöht haben sich aber auch die Preise für Nahrungsmittel. Sie stiegen im April 2013 gegenüber April 2012 um 4,1 Prozent. Teurer wurden vor allem Obst (+ 7,6 Prozent) und Gemüse (+ 7,1 Prozent) sowie Fleisch und Fleischwaren (+ 5,4 Prozent). Auch bei allen anderen Nahrungsmittelklassen lagen die Preissteigerungen wie etwa bei Brot und Getreideerzeugnissen(+ 2,4 Prozent) über der Gesamtteuerung.

Die Preise für Waren erhöhten sich im April 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent. Bei den Dienstleistungen stiegen die Preise im April um 0,8 Prozent. dhz