Ausbildungsvergütung 2024
In diesen Handwerksberufen verdienen Azubis das meiste Geld
Wo werden die höchsten tariflichen Ausbildungsvergütungen gezahlt? Eine aktuelle Auswertung des Bundesinstituts für berufliche Bildung gibt Auskunft. Gleich fünf Handwerksberufe finden sich unter den Top 10. Allerdings liegt eine handwerkliche Ausbildung auch auf dem letzten Platz.
Das Bundesinstitut für berufliche Bildung (BIBB) hat die tariflichen Ausbildungsvergütungen in 176 Berufen im Jahr 2024 verglichen. Darunter finden sich 44 Bereiche des Handwerks. In den Top 10 aller Ausbildungsberufe ist das Handwerk fünfmal vertreten.
So liegen Zimmerer in Ausbildung auf Platz drei der Ausbildungen. Sie verdienten über alle Ausbildungsmonate hinweg durchschnittlich 1.343 Euro im Monat. Dicht gefolgt von den Maurern (1.330 Euro/Monat – Platz 5) sowie Fliesen-, Platten- und Mosaiklegern mit einer Vergütung von mehr als 1.319 Euro im Monat (Platz 7). Straßenbauer (1.308 Euro/Monat) und Beton- und Stahlbetonbauer (1.304 Euro/Monat) runden die Top 5 der bestbezahlten handwerklichen Ausbildungen des letzten Jahres ab.
Im öffentlichen Dienst verdienen Auszubildende am meisten
Lehrlinge aus anderen Handwerksbranchen finden sich jedoch überwiegend im unteren Drittel des Rankings wieder. Die niedrigsten tariflichen Ausbildungsvergütungen erhielten Friseure. Sie bekamen 2024 im Schnitt 719 Euro brutto pro Monat überwiesen. Nur wenig mehr verdienten Parkettleger (881 Euro/ Monat) und Bodenleger in ihrer Ausbildung (882 Euro/Monat). Bei 16 handwerklichen Berufen lag die tarifliche Ausbildungsvergütung unterhalb der 1.000 Euro Grenze.
Die höchsten Ausbildungsvergütungen sind im öffentlichen Dienst zu finden. Auszubildende erhielten hier durchschnittlich 1.234 Euro pro Monat. Der gesamtdeutsche Durchschnitt aller tariflichen Ausbildungsvergütungen lag bei 1.133 Euro. Das Handwerk schneidet mit einer durchschnittlichen Vergütung von 1.046 Euro am zweitschlechtesten ab. Nur in den freien Berufen gab es mit 1.026 Euro im Schnitt eine geringe Ausbildungsvergütung.
Zum ersten Mal waren 2024 die Durchschnittswerte für Auszubildende in West- und Ostdeutschland mit 1.133 Euro beziehungsweise 1.135 Euro nahezu identisch. Eine weitere Premiere: in jedem Wirtschaftsbereich lag der Durchschnitt oberhalb der 1.000-Euro-Marke.
Die größten prozentualen Anstiege im Handwerk
Insbesondere die Auszubildenden im Bodenleger- (10,1 Prozent) und Parkettlegerhandwerk (12,2 Prozent) konnten sich über Tarifsteigerungen von mehr als zehn Prozent freuen. Auch die Berufe Orthopädieschuhmacher (8,1 Prozent), Raumausstatter (9,2 Prozent) und Augenoptiker (9,6 Prozent) verzeichneten ein hohes Plus bei den Ausbildungsvergütungen. Den höchsten Anstieg unter den 44 Berufen im Handwerk gab es im Beruf Schornsteinfeger mit 18,5 Prozent. tb
image Die 15 Handwerksberufe mit der höchsten Ausbildungsvergütung