Fahrbericht: Unterwegs mit dem Nissan Murano

In der Business-Class sicher durch den Winter
Crossoverfahrzeuge liegen weiterhin im Trend. Beim Mix aus Van, Kombi und Geländewagen hat Nissan vor allem mit dem Qashqai die Gunst der Autokäufer erworben. Mit dem Premium-Crossover Murano ist dieses Kunststück noch nicht gelungen. Vielleicht, weil es bisher noch keinen Dieselmotor für den Luxuswagen gab. Das soll sich ab September ändern. Ab dann ist der Murano mit einem 2,5dCi-Vier-Zylinder zu haben, der 190 PS leistet und es auf ein maximales Drehmoment von 450 Nm bringen soll.
Für die Probefahrt der Deutschen Handwerks Zeitung stand das neue Aggregat leider noch nicht zur Verfügung. Der 3,5-l-Ottomotor zeigte dabei zwei Gesichter. Einerseits belästigt er dank seiner extremen Laufruhe den Fahrer nicht mit nervigen Geräuschen. Andererseits verrät ein Blick auf die Verbrauchsanzeige des Bordcomputers den Durst der sechs Zylinder. Der Verbrauch, allerdings bei winterlichen Straßenverhältnissen, lag mit rund 12,5 l/100 km klar über den Angaben des Herstellers von 10,9 l. Während der Benzinmotor sich mit der Abgasnorm Euro 4 zufriedengibt, wird der neue Diesel mit Rußpartikelfilter geliefert werden und bereits die Euro-5-Norm erfüllen.
Der permamente Allradantrieb arbeitet mit einer elektronisch gesteuerten Kraftverteilung, die normalerweise vor allem die Vorderräder antreibt. Erst wenn die Traktion es erfordert, werden bis zu 50 Prozent der Kraft auf die Hinterachse geleitet. Im zurückliegenden Winter hat sich das sehr bewährt. Selbst bei Straßen mit gefährlichen Schneestreifen in der Mitte gelangen Überholmanöver ohne erhöhte Herzfrequenz, weil der Murano die beiden Spurwechsel ohne jedes Schlingern ausgezeichnet meisterte. Dabei gehört er mit seinen knapp 2 t in seiner Klasse nicht einmal zu den Schwergewichten.
Im Innenraum umschmeichelt den Fahrer das Ambiente der Business-Class: Hochwertige und einfach zu bedienende Instrumententafel, beheizbare und elektrisch verstellbare Ledersitze, Bose-Soundsystem, Rückfahrkamera, Panorama-Glasdach oder die elektrisch und per Fernsteuerung bedienbare Heckklappe sorgen für Entspannung. Nur die simple Gepäckraumabdeckung fällt beim Interieur etwas ab. ste